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Strategischer Anker im Süden Europas: Deutschland investiert in die Partnerschaft mit Griechenland
Stadtansicht von Athen © dpa
Ob in der NATO oder in der EU – Deutschland und Griechenland ziehen an einem Strang. Auenminister Wadephuls Reise nach Athen ist ein Signal der engen Partnerschaft.
Griechenland ist für uns ein strategischer und enger EU-Partner. Im Sommer 2027 übernimmt Griechenland die EU-Ratspräsidentschaft. Gerade mit Blick auf die Arbeitsweisen und zukünftige Ausrichtung der EU stehen also jede Menge Themen auf der Agenda. Gemeinsam arbeiten wir dafür, dass Europa sicher und stark ist und sein wirtschaftliches Gewicht in der Welt erhält. Diese Themen stehen im Zentrum der Gespräche, die Außenminister Wadephul heute in Athen mit Außenminister Gerapetritis und Ministerpräsident Mitsotakis führen wird.
Dazu sagte Außenminister Wadephul vor seiner Abreise:
Griechenland ist für uns strategischer Anker im Südosten Europas, ein enger Freund und Partner in der Europäischen Union und der NATO. Mein heutiger Besuch in Athen ist ein klares Signal: Deutschland und Griechenland rücken noch enger zusammen - für ein Europa, das seine Interessen schützt, seine Werte verteidigt und in einer rauer werdenden Welt handlungsfähig ist.
Europa sicherer machen
In einer Welt voller Krisen müssen wir Europas Sicherheit bewahren. Das tun wir nicht nur im Norden und in Osten, wo wir die Bedrohung durch Russland besonders stark spüren, sondern auch, indem wir auch an der Südostflanke der NATO glaubwürdig abschrecken. Dafür wollen Deutschland und Griechenland in Europa und in der NATO enger zusammenarbeiten – ob bei Rüstung, bei den Verteidigungsfähigkeiten oder bei gemeinsamer Planung.
Deutschland möchte die Rüstungskooperation mit Griechenland weiterausbauen. Stellvertretend dafür besucht Außenminister Wadephul in Athen auch die Skaramangas-Werft. Sie ist Weltmarktführer für die Instandhaltung von U-Booten.
Die EU für morgen gut aufstellen
Ein gemeinsames Ziel von Griechenland und Deutschland ist es, die EU für die Zukunft gut aufzustellen. Dafür arbeiten wir gemeinsam an einem modernen EU-Haushalt für die Jahre 2028-2034. Ein Haushalt, der klare Prioritäten setzt, und schnell auf neue Bedrohungslagen reagieren kann. Der mehrjährige Finanzrahmen der EU legt das Budget immer für sieben Jahre fest – und muss unter allen EU-Staaten abgestimmt werden.
Wirtschaftlich noch enger zusammenwachsen
Auch wirtschaftlich wollen wir noch enger zusammenwachsen. Die griechische Wirtschaft hat sich in den letzten Jahren beeindruckend entwickelt und wächst weiter dynamisch. Davon profitieren auch deutsche Unternehmen. Außenminister Wadephul besucht auch das junge deutsche Digitalunternehmen OroraTech, das seinen Sitz in Athen hat – ein Paradebeispiel deutsch-griechischer Wirtschaftszusammenarbeit und Innovation. Mit modernster Satellitentechnologie baut OroraTech ein landesweites Waldbrandüberwachungssystem in Griechenland auf – und schafft dabei Arbeitsplätze in Griechenland.
Deutschland und Griechenland – was uns verbindet
Übrigens verbinden Deutschland und Griechenland nicht nur die Liebe der Deutschen zu Griechenland als Urlaubsziel – fast 6 Millionen deutsche Urlauber haben das Land letztes Jahr besucht. Das Goethe-Institut in Athen ist das älteste deutsche Auslandsinstitut der Welt. Und das traditionsreiche Deutsche Archäologische Institut wirkt seit über 150 Jahren in Griechenland. Jünger ist da das neue Deutsch-Griechische Jugendwerk. Es bringt seit fünf Jahren junge Menschen aus beiden Ländern zusammen, die in Austauschprogrammen europäische Zusammenarbeit direkt erleben können.