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Deutschland und Burkina Faso: Bilaterale Beziehungen
Ländername: Burkina Faso
Aufnahme diplomatischer Beziehungen:
- 31.01.1960 (Bundesrepublik Deutschland)
- 13.04.1973 (Deutsche Demokratische Republik)
Regierungsform: Militärregierung
Die Bundesrepublik Deutschland und Burkina Faso unterhalten seit der Unabhängigkeit des Landes 1960 diplomatische Beziehungen. Der letzte gewählte Staatspräsident Roch Marc Kaboré reiste 2019 zweimal nach Deutschland, Bundeskanzlerin Merkel besuchte Burkina Faso im Mai 2019. Seit September 2022 ist die jetzige von Militärs geführte Regierung an der Macht. Bereits seit 1961 besteht eine enge entwicklungspolitische Zusammenarbeit. Im Vordergrund steht die direkte Unterstützung der burkinischen Bevölkerung in Bereichen wie der Förderung der Landwirtschaft und Ernährungssicherung, Wasser- und Sanitärversorgung. Zusätzlich engagiert sich Deutschland maßgeblich im Bereich der humanitären Hilfe für notleidende Bevölkerungsgruppen. Schwerpunkte liegen hier auf Ernährungssicherheit humanitären Schutzmaßnahmen (insbesondere für Frauen und Kinder) und der Gesundheitsversorgung.
Das Interesse an Deutsch als Fremdsprache ist in Burkina Faso hoch. Das Goethe-Institut verzeichnet eine steigende Nachfrage nach Sprachkursen und Prüfungen. Im Sekundarschulbereich ist Deutsch fest verankert, rund 120.000 Schülerinnen und Schüler lernen Deutsch an Sekundarschulen und werden von knapp 1.000 Deutschlehrerinnen und -lehrern unterrichtet. Drei burkinische Gymnasien sind im Rahmen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH-Schulen) vernetzt. Hinzu kommen rund 4.000 Germanistikstudierende an der Universität Joseph Ki-Zerbo. Die Förderung der deutschen Sprache wird seit 2022 durch das Goethe Institut in Ouagadougou koordiniert. Als einziges deutsches Kulturinstitut im Sahel und einziges europäisches Kulturinstitut in Burkina Faso nimmt es eine zentrale Rolle für die bilateralen Kulturbeziehungen ein. Auch die Botschaft setzt jedes Jahr kleinere Projekte mit den hiesigen Deutschlehren und Deutschclubbetreuern zur Förderung der deutschen Sprache durch. Hinzu kommen regelmäßige Vorträge über die Möglichkeiten zu Ausbildung und Studium in Deutschland.
Im Bereich der wissenschaftlichen Zusammenarbeit ist das von der Bundesregierung unterstützte Kompetenzzentrum für Klimawandel und angepasstes Landmanagement im westlichen Afrika (WASCAL) hervorzuheben. Es leistet einen wesentlichen Beitrag zur Grundlagenforschung über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Sahelregion. Darüber hinaus gibt es Austausch- und Kooperationsformate zwischen burkinischen und deutschen Hochschulen.
Weitere Informationen
Burkina Faso ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Nähere Informationen hierzu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: