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Äquatorialguinea: Politisches Porträt

27.02.2026 - Artikel

Äquatorialguinea ist das einzige spanischsprachige Land Afrikas und verfügt über erhebliche Erdöl- und Erdgasvorkommen.

Das Staatsgebiet von der Größe Brandenburgs besteht aus der Insel Bioko vor der Küste Kameruns, den Inseln Corisco, Elobey Grande, Elobey Chico, Annobón und einem Festlandteil, der im Norden an Kamerun grenzt, im Süden und Osten an Gabun. Die Insel Annobón ist der einzige Teil Äquatorialguineas, in dem mehrheitlich Annobonesisch, ein portugiesisches Kreol, gesprochen wird. Die Gesamtbevölkerung beträgt 1,6 Mio. Einwohner. Am 3. Januar 2026 wurde die auf dem Festland gelegene Stadt Ciudad de la Paz in der Provinz Djibloho zur neuen Hauptstadt des Landes erklärt, zuvor war es die auf der Insel Bioko gelegene Stadt Malabo.

Der mit umfangreichen Machtbefugnissen ausgestattete Staatspräsident Teodoro Obiang Nguema Mbasogo ist nach einem Militärputsch seit 1979 im Amt. Die Präsidentenpartei Partido Democrático de Guinea Ecuatorial (PDGE) bestimmt als faktische Einheitspartei das politische Leben und errang bei den Wahlen 2022 alle Sitze im Parlament. Nachfolger des Präsidenten, sollte dieser versterben oder abdanken, wäre gemäß Verfassung sein Sohn, der aktuelle Vizepräsident, Teodoro Nguema Obiang Mangue.

Die Legislative besteht aus zwei Kammern: eine Abgeordnetenkammer mit 100 Sitzen und ein Senat mit 75 Sitzen.

Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit sind stark eingeschränkt.

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