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01.09.2021 - FAQ

FAQ

Für Ortskräfte sind weiterhin die ehemaligen bzw. bisherigen Arbeitgeber zuständig. Ortskräfte, denen bisher noch nicht die beabsichtigte Aufnahme mitgeteilt wurde, setzen sich hierzu mit ihrem früheren Arbeitgeber in Verbindung, sofern das Beschäftigungsverhältnis nicht bereits vor 2013 endete.

Diejenigen Afghaninnen und Afghanen, etwa aus Zivilgesellschaft, Medien, Kultur und Wissenschaft, denen die Bundesregierung eine Aufnahme in Deutschland zugesagt hat, werden derzeit vom Auswärtigen Amt (über einen externen Dienstleister) aktiv kontaktiert und informiert, wenn für Sie eine Aufnahmezusage vorliegt.

Für Ortskräfte hängt dies vom ehemaligen bzw. bisherigen Arbeitgeber ab. Ortskräfte, die bisher noch keine Mitteilung über eine beabsichtige Aufnahme erhalten haben, setzen sich hierzu mit ihrem früheren Arbeitgeber in Verbindung, sofern das Beschäftigungsverhältnis nicht bereits vor 2013 endete.

Afghaninnen und Afghanen, etwa aus Zivilgesellschaft, Medien, Kultur und Wissenschaft, die als besonders gefährdet identifiziert und für eine Ausreise mit der Bundeswehr vorgesehen wurden, werden derzeit vom Auswärtigen Amt (über einen externen Dienstleister) aktiv kontaktiert und über ihre Aufnahmezusage sowie die nächsten Schritte informiert.

Die Bundesregierung und die internationale Staatengemeinschaft unterstützen viele Hilfsorganisationen, die in Afghanistan Menschen in Not helfen. Diese Hilfsorganisationen sind in fast allen Landesteilen tätig. Je nach Wohnort empfehlen wir, sich an eine der dort ansässigen lokalen oder internationalen Organisationen zu wenden.

Die International Organisation for Migration (IOM) führt das Familienunterstützungsprogramm (FAP) weiter. Es dient zur Vorbereitung von Anträgen auf Familienzusammenführung auch für afghanische Antragsteller. Afghanische Antragstellerinnen und Antragsteller, die noch keinen Familiennachzug nach Deutschland beantragt haben, können sich per Mail unter info.fap.af@iom.int an die IOM wenden. IOM kann Ihnen dann, im Rahmen der freien Kapazitäten, einen Termin an einer deutschen Auslandsvertretung in der Region zuteilen. Auf den Webseiten der Auslandsvertretungen Islamabad und Neu Delhi finden sich konkrete Hinweise zum Ablauf des Verfahrens.

Afghanische Staatsangehörige, die ein Visum zum Arbeiten oder Studieren in Deutschland beantragen möchten, können sich ebenfalls an die Auslandsvertretungen in Islamabad und Neu Delhi wenden. Visa für kurzzeitige Einreisen in Deutschland, sog. Schengenvisa, können zudem an den Auslandsvertretungen in Istanbul und Dubai beantragt werden. Auf den Webseiten der Auslandsvertretungen finden sich konkrete Hinweise zum Ablauf des Verfahrens.

Wurde ein Visum bereits bei der zuständigen Auslandsvertretung beantragt, bitten wir um Geduld. Diese Verfahren können sich angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen und der hohen Nachfrage mehrere Monate hinziehen. Die Visastelle kommt im Laufe des Verfahrens auf Sie zurück, wenn die Entscheidung über den Antrag gefallen ist oder eine Frage klärungsbedürftig ist.

Da die Deutsche Botschaft in Kabul ist derzeit geschlossen ist, können in diesen Fällen derzeit andere deutsche Auslandsvertretungen unterstützen. Eine Visumerteilung in Afghanistan selbst ist nicht möglich.

Falls Sie aus Afghanistan ausreisen konnten, wenden Sie sich bitte mit ihrem Reisepass und der Bestätigung, dass für Sie ein Visum zur Abholung bereit liegt, an die deutsche Botschaft an Ihrem derzeitigen Aufenthaltsort. Dort wird man Ihnen helfen, das für Sie bereit liegende Visum zu erhalten.

Die individuelle Risikoabwägung, sich beispielweise über den Landweg in einen Nachbarstaat zu begeben, muss dabei in Abhängigkeit von den persönlichen Umständen von den Betroffenen selbst vorgenommen werden.

Für Ortskräfte sind weiterhin die ehemaligen bzw. bisherigen Arbeitgeber die zuständigen Ansprechpartner. Aufnahmen von Familienangehörigen sind für Mitglieder der Kernfamilie möglich, d.h. für minderjährige Kinder. Volljährige Kinder können in Ausnahmefällen im Rahmen des Ortskräfteverfahrens auf Grundlage einer Sonderregel aufgenommen werden, allerdings nur wenn sie ledig sind und noch im Haushalt der Eltern leben.

Afghanische Staatsangehörige, die bereits über einen gültigen Aufenthaltstitel verfügen, können mit diesem nach Deutschland einreisen. Für die Einreise von afghanischen Staatsangehörigen in Nachbarstaaten oder Drittstaaten sind dabei die die jeweiligen Einreisebestimmungen dieser Staaten zu beachten. Sollte der Aufenthaltstitel abgelaufen sein, können sich afghanische Staatsangehörige an unsere Auslandsvertretungen in Islamabad oder Neu Delhi wenden, um ein Visum zur Wiedereinreise zu beantragen.

Nein, denn die derzeitigen Bemühungen, bei der Ausreise zu unterstützen, beziehen sich auf ganz bestimmte Personengruppen: deutsche Staatsangehörige, Ortskräfte für deutsche Behörden ab 2013 sowie besonders gefährdete und von der Bundesregierung identifizierte Afghaninnen und Afghanen, für die eine Aufnahmezusage vorliegt. Hinzu kommen bei diesen genannten Personengruppen die Mitglieder der Kernfamilie.

Deutschland hat derzeit kein umfassendes humanitäres Aufnahmeprogramm für afghanische Staatsangehörige. Ortskräfte und von der Bundesregierung bereits identifizierte besonders gefährdete Afghaninnen und Afghanen (z.B. Menschenrechtsverteidiger), die eine Aufnahmezusage erhalten, werden wir bei der Ausreise unterstützen. Für Afghaninnen und Afghanen, die nicht unter diesen Personenkreis fallen, gelten unverändert die Einreiseregeln des deutschen Aufenthaltsrechts und die Pflicht zur Beantragung eines Visums, weitere Informationen hier.

Bis zum Ende der militärischen Evakuierungsaktion wurden exponierte Afghaninnen und Afghanen, etwa aus Zivilgesellschaft, Medien, Kultur und Wissenschaft, als besonders gefährdet identifiziert und für eine Ausreise mit der Bundeswehr vorgesehen. Dieser Prozess ist abgeschlossen.

Das Bundesministerium des Innern (BMI) hat auf Vorschlag des Auswärtigen Amts für ca. 2.600 besonders Schutzbedürftige und Mitglieder ihrer Kernfamilie eine Aufnahmezusage erteilt. Diese Personen werden nun vom Auswärtigen Amt (über einen externen Dienstleister) aktiv kontaktiert und über ihre Aufnahmezusage sowie die nächsten Schritte informiert.

Darüber hinaus plant die Bundesregierung derzeit keine weiteren umfassenden Aufnahmeprogramme.

Ansprechpartner für die Ortskräfte von EU, NATO, internationalen Organisationen und von Drittstaaten bleiben weiterhin die Organisationen bzw. Drittstaaten, für die sie tätig waren.

Während der militärischen Evakuierungsmission gab es eine enge Zusammenarbeit verschiedener Partner, um möglichst viele Ortskräfte und ihre engsten Angehörigen zu evakuieren. Diese Bemühungen werden wir nun soweit wie möglich und entsprechend bereits bestehender Vereinbarungen fortsetzen, um eine sichere Ausreise noch in Afghanistan befindlicher Ortskräfte zu unterstützen. Wie für eigene Ortskräfte übernimmt Deutschland auch für Ortskräfte von EU und NATO, sowie internationaler Organisationen seinen Teil der Verantwortung.

Informationen zur Frage, ob Beschäftigte von Projekten im Rahmen des Ortskräfteverfahrens berücksichtigt werden können, erhalten die Beschäftigten von ihrem früheren Arbeitgeber.

Weitere besonders gefährdete Afghaninnen und Afghanen wurden bereits von der Bundesregierung identifiziert. Dieser Prozess ist abgeschlossen. In diesen Einzelfällen werden die Personen kontaktiert, sobald eine Aufnahme in Deutschland in ihrem Einzelfall zugesagt wurde. Darüber hinaus plant die Bundesregierung derzeit keine weiteren umfassenden Aufnahmeprogramme.

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