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Krim-Kongo-Fieber
Das Krim-Kongo-Fieber ist eine seltene, aber schwere Virusinfektion. Meist wird sie durch Zeckenstiche oder Kontakt mit infiziertem Blut übertragen. Die Erkrankung kann gefährlich sein. Frühzeitige ärztliche Behandlung und gute Schutzmaßnahmen sind sehr wichtig.
Erreger
Die Krankheit wird durch das Krim-Kongo-Fieber-Virus verursacht.
Wie wird das Virus übertragen?
- durch den Stich infizierter Zecken (vor allem in warmen Regionen)
- durch Kontakt mit Blut oder Gewebe infizierter Tiere
- durch engen Kontakt mit Blut oder Körperflüssigkeiten erkrankter Menschen (z. B. im Krankenhaus)
Nicht typisch ist eine Ansteckung:
- durch normalen Alltagskontakt
- durch Händeschütteln
- über die Luft im normalen Umgang
Erkrankung
Die ersten Beschwerden treten meist 1 bis 7 Tage nach der Ansteckung auf.
Frühe Symptome
Die Krankheit beginnt plötzlich mit:
- hohem Fieber
- starken Kopf- und Gliederschmerzen
- Muskel- und Rückenschmerzen
- Schüttelfrost
- Übelkeit und Erbrechen
- starker Müdigkeit
Schwere Verläufe
Bei einem Teil der Erkrankten kommt es zu Blutungen, zum Beispiel:
- kleine Hautblutungen
- Nasenbluten
- Zahnfleischbluten
- Blutungen im Magen-Darm-Trakt
In schweren Fällen kann es zu Organversagen kommen.
Die Sterblichkeit liegt je nach Region und medizinischer Versorgung bei etwa 5–40 %.
Verbreitung
Das Krim-Kongo-Fieber kommt vor allem vor in:
- Teilen Südosteuropas (Türkei, Bulgarien, Ungarn, Türkei)
- dem Nahen Osten
- Afrika
- Zentralasien
Besonders gefährdet sind:
- Reisende in betroffene Regionen mit Zeckenkontakt
- Menschen mit engem Kontakt zu Nutztieren
- Beschäftigte in Landwirtschaft und Schlachthöfen
- medizinisches Personal ohne ausreichenden Schutz
Diagnose
Bei Verdacht wird die Erkrankung in Speziallaboren untersucht.
Wichtige Untersuchungen sind:
- Virusnachweis mittels PCR im Blut
- Antikörpertests im späteren Verlauf
- Blutuntersuchungen (z. B. niedrige Blutplättchen, erhöhte Leberwerte)
Therapie
Es gibt derzeit keine sicher wirksame Standard-Heilbehandlung gegen das Virus.
Die Behandlung besteht vor allem aus:
- intensivmedizinischer Überwachung
- Flüssigkeitsgabe
- Behandlung von Blutungen
- Stabilisierung der Organfunktionen
Das Medikament Ribavirin wird teilweise eingesetzt, der Nutzen ist jedoch wissenschaftlich nicht eindeutig belegt.
Prävention
So kann man sich schützen:
- Zeckenstiche vermeiden (lange Kleidung, Repellents)
- Körper nach Aufenthalten im Freien auf Zecken kontrollieren
- Schutzkleidung bei Kontakt mit Nutztieren in Risikogebieten
- sorgfältige Hygienemaßnahmen im medizinischen Bereich
- frühzeitige Isolation von Verdachtsfällen