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Wissenschaftsmanagement auf diplomatischem Parkett

05.02.2020 - Pressemitteilung

Auswärtiges Amt und Leibniz-Gemeinschaft verstetigen Hospitationsprogramm

Das Auswärtige Amt und die Leibniz-Gemeinschaft setzen ihr gemeinsames Hospitationsprogramm unbefristet fort. Leitende Wissenschaftsmanagerinnen und -manager der Leibniz-Gemeinschaft können an deutschen Auslandsvertretungen hospitieren und wichtige interkulturelle Erfahrungen sammeln. So funktioniert Science Diplomacy at its best!

Gestern haben die für Internationale Kulturpolitik zuständige Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Michelle Müntefering, und die Leibniz-Generalsekretärin Bettina Böhm eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.

Das gemeinsame Hospitationsprogramm von Auswärtigem Amt und Leibniz-Gemeinschaft richtet sich an Personen mit Leitungsaufgaben in der Wissenschaftsadministration, in der wissenschaftlichen Koordinierung und der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Leibniz-Instituten. Es soll ihnen berufsfeldnahe Auslandserfahrungen ermöglichen und die internationale Vernetzung der Leibniz-Einrichtungen standort- und themenbezogen weiter vertiefen.

Wir brauchen die enge Vernetzung von Diplomatie und Wissenschaft zwischen Innen und Außen. Für das Auswärtige Amt ist das Hospitationsprogramm eine großartige Chance, teilzuhaben an den Erfahrungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die diese auch in ihre Institute einbringen und täglich internationale Wissenschaftskooperation leben,

so Staatsministerin Müntefering.

Für die Leibniz-Gemeinschaft ist das gemeinsame Hospitationsprogramm ein Ausdruck ihrer global vernetzten und international relevanten Forschung: „Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragestellungen. Sie arbeiten international vernetzt mit starken Schwerpunkten in der Politikberatung. Wie der Klimawandel, internationale Gesundheitskrisen oder der Erhalt des kulturellen und natürlichen Erbes zeigen, sind diese Fragen oft von globaler Relevanz und erfordern weltweite Forschungskooperationen.“, erläutert Bettina Böhm.

Im Rahmen der Pilotphase des gemeinsamen Hospitationsprogramms wurden bislang 16 Leibniz-Wissenschaftsmanagerinnen und -manager an unterschiedliche Auslandsvertretungen weltweit entsandt. Im Anschluss an die Pilotphase unterzogen beide Partner das Programm einer Evaluierung, die zu einem sehr positiven Ergebnis kam und die Grundlage für die heutige Verstetigung schuf.

Die Leibniz-Gemeinschaft

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 96 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen ‑ u. a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen knapp 20.000 Personen, darunter etwa die Hälfte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro.

www.leibniz-gemeinschaft.de

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