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Staatsministerin Keul vor ihrer Reise nach Niger

21.01.2023 - Pressemitteilung

Vor ihrer Reise nach Niamey erklärte Staatsministerin Katja Keul heute (21.01.):

Krisen in Afrika brauchen Lösungen aus Afrika – deswegen ist es richtig, dass diese Tschadseekonferenz erstmals in der Region stattfindet.
Deutschland bleibt auch in Zukunft ein verlässlicher Partner der Tschadsee-Region. Deswegen werde ich bei der Konferenz ankündigen, dass wir unsere Unterstützung für die Region noch einmal deutlich aufstocken. Mit den zusätzlichen Mitteln werden wir zum Beispiel die bereits zurückgekehrten Binnenvertriebenen und die Re-Integration ehemaliger Boko-Haram-Kämpfer unterstützen. Außerdem erhoffe ich mir, dass die an der Konferenz teilnehmenden Staaten konkrete Selbstverpflichtungen treffen, um den humanitären Zugang, die Infrastruktur und die Grundversorgung in der Region zu verbessern. Im Dezember haben Außenministerin Baerbock und ich uns bei unserem gemeinsamen Besuch im Nordosten Nigerias selbst davon überzeugen können, dass solche Ansätze erfolgreich sein können.
Trotz des Ukraine-Kriegs stellen wir der Region nicht weniger, sondern mehr Geld für humanitäre Hilfe, Entwicklung und Stabilisierung zur Verfügung. Denn wir sind überzeugt: Die Sicherheit und Stabilität Europas und Afrikas sind unmittelbar miteinander verknüpft. 

Hintergrund:

Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Katja Keul, reist vom 21. bis 23. Januar nach Niamey, Niger. Dort wird sie an der von Deutschland, Norwegen und den Vereinten Nationen gemeinsam organisierten und von der nigrischen Regierung ausgerichteten dritten Tschadseekonferenz teilnehmen. Vorherige Konferenzen fanden in Oslo (2017) und Berlin (2018) statt. Ziel ist eine bessere Verzahnung unserer humanitären Hilfe mit Maßnahmen der Stabilisierung und Entwicklungshilfe, aber auch die Entwicklung von Lösungsansätzen zum Umgang mit Binnenvertriebenen und ehemaligen Kämpfern nichtstaatlicher Gruppen in der Region.
Neben der Konferenz wird Staatsministerin Keul Gespräche mit Regierungsvertreterinnen und -vertretern aus Niger und der Region führen, um sich zu aktuellen politischen Herausforderungen auszutauschen. Staatsministerin Keul wird außerdem mit Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft, humanitären Hilfsorganisationen und unseren Stabilisierungspartnerinnen und -partnern sprechen.
Die Tschadseeregion leidet seit Jahren unter Terrorismus und Banditenkriminalität, Gewalt und fehlenden Perspektiven. Elf Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Immer mehr Menschen sind auf der Flucht. Die Folgen des Klimawandels, Extremwetterereignisse, steigende Preise auf Nahrungsmittel und Rohstoffe infolge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine verschärfen die Lage zusätzlich.

Mehr über das Stabilisierungsengagement des AA finden Sie hier:

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