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Menschenrechtsbeauftragte Kofler anlässlich des Internationalen Tages zur Überwindung von Rassendiskriminierung

21.03.2018 - Pressemitteilung

Anlässlich des Internationalen Tages zur Überwindung von Rassendiskriminierung erklärte die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Bärbel Kofler, heute (21.03.):

Nelson Mandela würde in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiern. Sein engagierter und unvergleichlicher Einsatz für die Rechte aller Menschen – unabhängig von Hautfarbe und ethnischer Abstammung – setzt Maßstäbe und ist auch heute immer noch von hoher Bedeutung.

Seit 1965 haben 179 Staaten das Internationale Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von rassistischer Diskriminierung ratifiziert. Es verbietet jede Diskriminierung aufgrund von Rasse, Hautfarbe, Abstammung, nationaler und ethnischer Herkunft. Doch auch über fünfzig Jahre später ist Ausgrenzung und Diskriminierung ein weltweites Phänomen – und leider auch hier in Deutschland.

Es zeigt sich erneut, dass trotz der erreichten Fortschritte der Kampf gegen den Rassismus eine Herausforderung für unsere vielfältige Gesellschaft bleibt.

Daher ist es für die Bundesregierung eine zentrale Aufgabe, sich auf allen politischen Ebenen immer wieder explizit gegen Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit sowie diskriminierende

Äußerungen und Taten auszusprechen. Wenn sich Rassismus im Gewand von Antisemitismus, Islamfeindlichkeit oder Antiziganismus zeigt, gilt es dies klar zu benennen und entschieden dagegen einzutreten. Aus der deutschen Geschichte erwächst hier eine immerwährende Verantwortung.

Doch ist der Einsatz gegen Rassismus nicht nur die Aufgabe der Regierung. Wir alle müssen gemeinsam dafür sorgen, dass niemand aufgrund seines Aussehens, seiner Herkunft oder seines Namens diskriminiert wird – weder in der Schule noch am Arbeitsplatz noch an irgendeinem anderen Ort.

#ICERD

http://internationale-wochen-gegen-rassismus.de/

Hintergrund

Der heutige Gedenktag ist eine Erinnerung an das Massaker von Sharpeville in Südafrika, wo am 21. März 1960 eine friedliche Demonstration gegen ein Gesetz über die Apartheid blutig niedergeschlagen wurde. 69 Menschen verloren ihr Leben und hunderte wurden teils schwer verletzt. Sechs Jahre später haben die Vereinten Nationen den 21. März als „Internationalen Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung“ ausgerufen.

Zum Weiterlesen:

https://www.bmi.bund.de

https://www.unesco.de

http://www.institut-fuer-menschenrechte.de

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