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Auswärtiges Amt zur Unterzeichnung einer Vereinbarung zur Museumskooperation mit Nigeria

14.10.2021 - Pressemitteilung

Anlässlich des Besuchs einer deutschen Delegation in Abuja wurde am 13. Oktober 2021 ein Memorandum of Understanding (MoU) zwischen dem Generaldirektor der nigerianischen National Commission for Museums and Monuments (NCMM), Prof. Abba Isa Tijani, und dem Leiter der Kulturabteilung des Auswärtigen Amts, Dr. Andreas Görgen, zur Museumskooperation unterzeichnet. Teil der deutschen Delegation waren auch Prof. Dr. Barbara Plankensteiner, Direktorin des Museums am Rothenbaum - Kulturen und Künste der Welt in Hamburg (MARKK) und Sprecherin der Benin Dialogue Group sowie Prof. Dr. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Nach einem ersten Besuch im Mai 2021 in Nigeria, dem Besuch einer nigerianischen Delegation Anfang Juli in Berlin und dem jetzigen Besuch in Abuja hält die gemeinsame Vereinbarung fest, dass die Rückgabe von Benin-Bronzen aus deutschen Museen eingebettet wird in breit angelegte Kooperationen im Bereich Museumsaustauch, Museumsneubau und Archäologie.

Beide Seiten bekräftigen, dass der zu Rückgaben führende Prozess im 2. Quartal 2022 mit Eigentumsübertragungen beginnen soll. Dazu soll im Dezember 2021 eine Rahmenvereinbarung geschlossen werden.
Beide Seiten vereinbarten ferner, dass Benin-Bronzen auch weiterhin in deutschen Museen ausgestellt werden und dass man gemeinsam an Ausstellungsprojekten arbeiten werde.

Prof. Dr. Barbara Plankensteiner sagte:

Unsere Gespräche waren freundschaftlich und von großer Übereinstimmung geprägt. Ich freue mich sehr über das Ergebnis, das das Rückgabevorhaben konkretisiert und unsere zukünftige Zusammenarbeit betont. Damit konnten wir die Anliegen aller beteiligten Museen festschreiben.

Prof. Dr. Hermann Parzinger betonte:

Es ist wichtig, dass wir nach den vorangegangenen Begegnungen nun bei unserem dritten Zusammentreffen bereits eine verlässliche Grundlage für die Rückgabe von Benin-Bronzen und für unsere weitere Zusammenarbeit schaffen konnten. Ich bin sicher, dass diese Kooperation ein zukunftsweisendes Modell für den Umgang mit kolonialer Raubkunst sein wird.

Für das Auswärtige Amt unterstrich Dr. Andreas Görgen:

Mit der Vereinbarung haben wir den nächsten wichtigen Schritt unternommen. Grundlage hierfür ist das gemeinsame Handeln von Bund, Ländern, Kommunen und Museen in der gemeinsamen Erklärung vom 29. April 2021. Weit über die Frage der Rückgabe hinaus gestalten wir mit dem heutigen Fortschritt die kulturpolitischen Beziehungen zu Nigeria neu.

Das nächste Treffen wurde für Dezember 2021 in Deutschland vereinbart.

Die Erklärung vom 29. April 2021 ist hier abrufbar.

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