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 Außenminister Maas vor seiner Abreise in die Vereinigten Staaten

13.07.2021 - Pressemitteilung

Vor seiner Abreise in die Vereinigten Staaten sagte Außenminister Maas heute (13.07.):

Wir müssen jede Chance nutzen, die sich bietet, um die Pandemie einzudämmen. Das bedeutet in der Praxis, dass wir als Staaten effizient miteinander zusammenarbeiten müssen, kontinuierlich Lieferketten verbessern und größere Produktionskapazitäten aufbauen, die es uns erlauben, weltweit noch mehr hochwertigen Impfstoff herzustellen. Heute werde ich deshalb den Produktionsstandort von einem der größten Impfstoffhersteller besuchen. Deutschland investiert – nicht zuletzt durch Kapazitätsaufbau in Schwellen- und Entwicklungsländern – ganz maßgeblich in die multilaterale Zusammenarbeit. Ohne weltweite Solidarität bei der Impfstoffverteilung wird Delta nicht die letzte Variante gewesen sein, die wir besiegen müssen.

Wir sehen heute in Michigan, was deutsch-amerikanische Zusammenarbeit leisten kann: Die transatlantischen Wirtschaftsstrukturen, die gemeinsame Innovationskraft bei der Impfstoffentwicklung – all das trägt entscheidend zu greifbaren Fortschritten im Kampf gegen die Pandemie bei. Die Idee der Globalisierung gewinnt und erreicht nur dann die Menschen, wenn den Beteiligten die Vorteile klar werden. Das ist hier der Fall. Deshalb ist es unverzichtbar, das auch deutlich zu sagen: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit hilft uns auch dabei, unsere Freiheiten zu verteidigen in einer Welt, die sich verändert. Und sie ermöglicht es, gemeinsames Potenzial besser auszuschöpfen. Die negativen Auswirkungen von Struktur- und Wirtschaftswandel auf das Leben der Menschen müssen wir dabei immer im Blick behalten und kreative Lösungen entwickeln, um ihnen zu begegnen.

Meine Reise führt mich außerdem nach New York, wo ich im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen weiter um eine politische Lösung für Libyen werben werde. Wir brauchen hier ein Zusammenwirken der internationalen Akteure und einen Abzug aller ausländischen Söldner und Soldaten. Das haben wir erst kürzlich bei der zweiten Berliner Libyenkonferenz noch einmal bekräftigt. Und das werden wir auch in New York auf die Agenda bringen. Mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres werde ich zudem darüber sprechen, wie wir auch mit Blick auf andere Herausforderungen wie den Klimawandel die multilaterale Zusammenarbeit noch weiter verbessern können.

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