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Grußwort von Außenminister Heiko Maas beim Side Event „The Sahel Alliance: working hand in hand with the UN to invest for the future of the Sahel„ der VN-Generalversammlung

24.04.2018 - Rede

-- es gilt das gesprochene Wort --

Meine Damen und Herren,
ich freue mich sehr, dass ich heute Gelegenheit habe, diese Veranstaltung zu eröffnen. Ich freue mich auch deswegen, weil Deutschland und die Region enger verbunden sind, als mancher hier im Raum sich das denken mag.

Das deutsche Engagement in der Sahel-Region ist in seiner Breite und Vielseitigkeit präzedenzlos! Und das Interesse in der deutschen Öffentlichkeit groß.

Gerade letzte Woche haben wir im Deutschen Bundestag über die Verlängerung unserer Beteiligung an der VN-Friedensmission MINUSMA beraten. 

Und diese Woche wird das Parlament über unseren Beitrag zu der militärischen Ausbildungsmission EUTM Mali beraten.

Zusammengenommen bilden diese beiden Einsätze aktuell den größten Auslandseinsatz der Bundeswehr.

Exzellenzen,

das zeigt sehr deutlich: die Situation im Sahel erfordert auch in Europa, auch in Deutschland erhöhte Aufmerksamkeit.

Dabei ist unser Ausgangspunkt der  Schutz der Menschen vor Gewalt.

Erst dann können wir auch den  Aufbau von Lebengrundlagen, die Schaffung von Perspektiven, den Respekt der Menschenrechte und das Verhindern von Radikalisierung in den Blick nehmen.

Dabei haben wir ein klares Ziel vor Augen: gemeinsam mit unseren Partnern, und vor allem mit den Staaten des Sahel selbst, eine friedliche und wohlhabende Region zu fördern. 

Nicht zuletzt Agenda 2030 hat uns gelehrt, dass dabei all diese Herausforderungen und ihre Lösungen miteinander zusammenhängen. Komplexe Probleme können meist nicht mit einfachen Antworten beseitigt werden – auch in Deutschland nicht.

Armut, Terrorismus, organisierte Kriminalität und Menschenschmuggel müssen überall auf der Welt gemeinsam bekämpft werden. 

Wir wissen, vor welch großen Herausforderungen die Sahel-Region hier steht.

Auch deshalb engagieren wir uns

  • zusammen mit unseren Partnern in der Region,
  • gemeinsam mit Frankreich
  • und im engen Verbund mit der Europäischen Union und unseren europäischen Partnern.

Und deswegen begrüßen und unterstützen wir die Initiative der gemeinsamen Einsatztruppe der G5, die die Menschen in den Grenzregionen vor Angriffen von Kriminellen und Terroristen schützen sollen.

Zusammen können wir sehr konkret und wirkungsvoll Menschenleben schützen.

Ein weiterer wichtiger Beitrag ist unsere Arbeit mit der Afrikanischen Union und den Sahel-Staaten. Gemeinsam entwickeln wir effektive Strategien, um den unkontrollierten Zustrom von Kleinwaffen und Munition in die Konfliktregionen des Sahel zu stoppen.

Meine Damen und Herren,

es gilt, alle uns zur Verfügung stehenden Instrumente gewinnbringend miteinander zu verknüpfen und auf das gemeinsame Ziel der Stabilisierung und Entwicklung des Sahel auszurichten.

Wir sehen daher der Neuausrichtung der Sahel-Strategie der Vereinten Nationen mit großem Interesse entgegen.

Die von Deutschland mitbegründete „Sahel Allianz“ stellt sich bewusst unter dieses Dach der Vereinten Nationen im Sinne einer Verpflichtung auf  gemeinsame Ziele. Sie soll dazu beitragen, dass wir unsere zivile Unterstützung noch zielgerichteter und wirkungsvoller einsetzen. 

Natürlich ist es nicht in erster Linie an uns, sondern vor allem an den  Regierungen der Region Frieden und Wohlstand für ihre Bevölkerung zu sichern.

Deutschland wird dabei, das kann ich Ihnen an dieser Stelle versichern, ein verlässlicher und langfristig engagierter Partner für den Sahel bleiben.

Meine Damen und Herren,

ich wünsche Ihnen und uns allen eine angeregte Diskussion.

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