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Staatsangehörigkeitsrecht

Bitte haben Sie Verständnis, dass Fragen, die in diesem Katalog bereits mit der entsprechenden Antwort aufgeführt sind, nicht individuell beantwortet werden.

FAQ

Welche Behörde im Inland zuständig ist, hängt vom Bundesland ab, in dem Sie wohnhaft sind. Fragen Sie daher am besten bei der Stadt- oder Kreisverwaltung oder bei Ihrer Ausländerbehörde nach.

Zuständige Staatsangehörigkeitsbehörde für Personen ohne gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland ist das dem Bundesinnenministerium nachgeordnete Bundesverwaltungsamt (www.bva.bund.de). Bitte wenden Sie sich in diesem Fall zwecks erster Beratung an die für Ihren Wohnort zuständige deutsche Auslandsvertretung. Zahlreiche deutsche Auslandsvertretungen bieten auf ihrer Internet-Seite Informationen zu Fragen der Staatsangehörigkeit.

Die deutsche Staatsangehörigkeit wird durch Geburt erworben, wenn mindestens ein Elternteil deutsch ist. Sie können für Ihr Kind bei der für Ihren Wohnort zuständigen deutschen Auslandsvertretung ein deutsches Ausweisdokument beantragen.

Für deutsche Staatsangehörige, die ab dem 01.01.2000 bereits im Ausland geboren wurden, gilt: Deren Kinder erwerben bei Geburt im Ausland die deutsche Staatsangehörigkeit nur, wenn die Eltern die Geburt des Kindes binnen eines Jahres bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung anzeigen.

Die deutsche Staatsangehörigkeit wird durch Geburt erworben, wenn ein Elternteil deutsch ist. Sofern Sie als Eltern nicht verheiratet sind und nur der Vater deutscher Staatsangehöriger ist, erwirbt das Kind die deutsche Staatsangehörigkeit nur dann, wenn der Vater seine Vaterschaft nach deutschem Recht wirksam anerkennt.

Für deutsche Staatsangehörige, die ab dem 01.01.2000 bereits im Ausland geboren wurden, gilt: Deren Kinder erwerben bei Geburt im Ausland die deutsche Staatsangehörigkeit nur, wenn die Eltern die Geburt des Kindes binnen eines Jahres bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung anzeigen.

Informationen zur Passbeantragung und ggf. zur Vaterschaftsanerkennung erhalten Sie bei der für Ihren Wohnort zuständigen deutschen Auslandsvertretung.

Ja, Ausländer können nach § 14 StAG auch im Ausland eingebürgert werden. Nach den Erfahrungen des Auswärtigen Amts ist dies jedoch nur bei Vorliegen eines besonderen öffentlichen Interesses möglich, wobei private Interessen lediglich nachrangig berücksichtigt werden.

Um von vornherein aussichtslose, aber trotzdem gebührenpflichtige Einbürgerungsanträge zu vermeiden, empfiehlt sich eine Anfrage beim Bundesverwaltungsamt als der zuständigen Staatsangehörigkeitsbehörde und ggf. anschließende Antragstellung bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung.

Informationen, Anträge, Merkblätter (Bundesverwaltungsamt)

Deutsche Auslandsvertretungen

Informationen zur Einbürgerung finden Sie hier:

Ein deutscher Reisepass wird nur einem deutschen Staatsangehörigen ausgestellt. Leider reicht für den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit nicht aus, dass Ihre Vorfahren deutsche Staatsangehörige waren.

Stattdessen ist für den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit unbedingt erforderlich, dass Ihr Vater und/oder Ihre Mutter zum Zeitpunkt Ihrer Geburt deutsche Staatsangehörige waren.

Sind Sie vor dem 1.1.1975 geboren, haben Sie, sofern Ihre Eltern verheiratet waren, die deutsche Staatsangehörigkeit nur erworben, wenn Ihr Vater zum Zeitpunkt der Geburt Deutscher war oder Ihre Eltern bis zum 31.12.1977 eine Erklärung abgegeben haben, dass sie für ihr Kind die deutsche Staatsangehörigkeit wünschen.

Bitte wenden Sie sich für eine weitere Beratung an die für Ihren Wohnort zuständige Behörde.

Durch die Eheschließung erwirbt Ihr/e ausländische/r Ehepartner/in nicht automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit. Generell hat Ihr/e Ehepartner/in unter bestimmten weiteren Voraussetzungen bei mindestens zwei Jahre bestehender Ehe bereits nach 3 Jahren rechtmäßigen Aufenthalts in der Bundesrepublik einen Einbürgerungsanspruch.
Bitte wenden Sie sich für eine weitere Beratung an die für Ihren Wohnort zuständige Behörde.

Generell hat Ihr/e Partner/in unter bestimmten weiteren Voraussetzungen bereits nach 3 Jahren rechtmäßigen Aufenthalts in der Bundesrepublik einen Einbürgerungsanspruch. Ihre Ehe muss schon seit mindestens zwei Jahren bestehen.


Bitte wenden Sie sich für eine weitere Beratung an die für Ihren Wohnort zuständige Behörde.

Ein Kind kann durch Geburt in Deutschland (seit 1.1.2000) auch dann die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben, wenn kein Elternteil deutsch ist. Voraussetzung dafür ist, dass ein Elternteil seit acht Jahren in Deutschland rechtmäßigen gewöhnlichen Aufenthalt hat und ein unbefristetes Aufenthaltsrecht besitzt. Durch die Änderung des §29 StAG zum 20.12.2014 entfällt die Optionspflicht für in Deutschland geborene und aufgewachsene Kinder ausländischer Eltern.

Als in Deutschland aufgewachsen gilt, wer sich bei Vollendung seines 21. Lebensjahres mindestens acht Jahre gewöhnlich im Inland aufgehalten hat, sechs Jahre im Inland eine Schule besucht hat oder über einen im Inland erworbenen Schulabschluss oder eine im Inland abgeschlossene Schulausbildung verfügt.

Nur diejenigen, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, müssen sich mit Vollendung ihres 21. Lebensjahres weiterhin entscheiden, ob sie die deutsche Staatangehörigkeit oder die andere durch Geburt erworbene Staatsangehörigkeit behalten wollen. In diesem Fall erhält der Betroffene einen schriftlichen Hinweis über seine Erklärungspflicht von der zuständigen Staatsangehörigkeitsbehörde.

Bitte wenden Sie sich für eine weitere Beratung an die für Ihren Wohnort zuständige Staatsangehörigkeitsbehörde bzw. bei Wohnsitz im Ausland an das Bundesverwaltungsamt (www.bva.bund.de).

Am 20.12.2014 ist das Zweite Gesetz zur Änderung des Staatsangehörigkeitsgesetztes (BGBL I Nr. 52 Seite 1714) in Kraft getreten, das die Optionsregelung für in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern neu regelt.

Durch die Änderung des §29 StAG entfällt die Optionspflicht für in Deutschland geborene und aufgewachsene Kinder ausländischer Eltern. Als im Inland aufgewachsen gilt, wer sich bei Vollendung seines 21. Lebensjahres mindestens acht Jahre gewöhnlich im Inland aufgehalten hat, sechs Jahre im Inland eine Schule besucht hat oder über einen im Inland erworbenen Schulabschluss oder eine im Inland abgeschlossene Berufsausbildung verfügt.

Bitte wenden Sie sich für eine weitere Beratung an die für Ihren Wohnort zuständige Staatsangehörigkeitsbehörde bzw. bei Wohnsitz im Ausland an das Bundesverwaltungsamt.

Nein, wenn Ihr Kind durch Geburt automatisch zwei Staatsangehörigkeiten erworben hat (die deutsche durch Abstammung), ist eine spätere Entscheidung zwischen den beiden Staatsangehörigkeiten aus deutscher Sicht nicht erforderlich. Ihr Kind ist also dauerhaft Doppelstaater. Unter Umständen mag aber das Recht des anderen Landes eine Optionsnotwendigkeit vorsehen. Bitte wenden Sie sich hierfür an die zuständigen Stellen des anderen Landes (Innenbehörden oder Auslandsvertretungen des anderen Landes).

Generell haben Sie unter bestimmten weiteren Voraussetzungen bereits nach 8 Jahren rechtmäßigen Aufenthalts in der Bundesrepublik einen Einbürgerungsanspruch.
Für die Einbürgerung ist der Nachweis ausreichender deutscher Sprachkenntnisse erforderlich. Straflosigkeit und Verfassungstreue sind weitere Kriterien. Auch müssen Sie in der Lage sein, sich finanziell selbst zu unterhalten.

Das Prinzip der Vermeidung von Mehrstaatigkeit bleibt kennzeichnend für das Staatsangehörigkeitsrecht.

Einbürgerungswillige müssen also prinzipiell ihre bisherige Staatsangehörigkeit ablegen. Jedoch gibt es Ausnahmeregelungen, durch die die Einbürgerung unter Hinnahme der Beibehaltung der bisherigen Staatsangehörigkeit gestattet wird. Diese gelten z.B. für ältere Personen und politisch Verfolgte sowie für Angehörige der EU-Mitgliedsstaaten. Auch wenn eine Entlassung aus der bisherigen Staatsangehörigkeit rechtlich unmöglich oder den Betreffenden nicht zumutbar ist, z.B. wegen zu hoher Entlassungsgebühren oder entwürdigender Entlassungsmodalitäten, dürfen diese gleichfalls ihre bisherige Staatsangehörigkeit beibehalten. Dies gilt auch, wenn mit der Entlassung aus der bisherigen Staatsangehörigkeit erhebliche Nachteile, insbesondere wirtschaftlicher oder vermögensrechtlicher Art verbunden wären.

Weitere Informationen, wie Sie Deutscher werden können, finden Sie hier:

"Wie werde ich Deutsche|r" - Broschüre der Beauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration PDF / 503 KB

Außerdem können Sie sich auch an die für Ihren Wohnort zuständige Behörde wenden.

Leider nein. Einbürgerungsangelegenheiten obliegen gemäß der Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern den Bundesländern. Das Auswärtige Amt kann von sich aus in Einbürgerungsangelegenheiten keine Stellung nehmen.
Dies schließt jedoch nicht aus, dass das Auswärtige Amt auf Bitten der zuständigen Einbürgerungsbehörde über das Bundesministerium des Inneren in einzelnen Fällen um eine Stellungnahme gebeten wird.

Sie sollten daher nochmals Kontakt mit der zuständigen Einbürgerungsbehörde aufnehmen.

Ein deutscher Staatsangehöriger, der auf eigenen Antrag eine fremde Staatsangehörigkeit (außer der Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaates oder der Schweiz) erwirbt, verliert die deutsche. Die deutsche Staatsangehörigkeit geht nur dann nicht verloren, wenn der Antragsteller vor Erwerb der fremden Staatsangehörigkeit bei den deutschen Behörden eine sogenannte Beibehaltungsgenehmigung eingeholt hat.

Deutsche Staatsangehörige, die freiwillig und ohne vorherige Zustimmung des Bundesministeriums für Verteidigung (BMVg) in den Dienst von Streitkräften oder vergleichbaren bewaffneten Verbänden eines Staates eintreten, dessen Staatsangehörigkeit sie ebenfalls besitzen, verlieren die deutsche Staatsangehörigkeit automatisch. Die Zustimmung gilt seit dem 06.07.2011 für die EU, EFTA, NATO und Staaten der Länderliste nach § 41 Abs. 1 AufenthV als erteilt.

Personen, die neben der deutschen Staatsangehörigkeit noch eine weitere Staatsangehörigkeit besitzen, können auf eigenen Wunsch auf die deutsche verzichten.

Bitte wenden Sie sich für eine weitere Beratung an die für Ihren Wohnort zuständige Behörde.

Seit dem 28.08.2007 tritt bei Erwerb der Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaates oder der Schweiz ein Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit nicht mehr ein. Eine Beibehaltungsgenehmigung ist nicht mehr erforderlich.

Seit 1. Januar 2000 gibt es die Möglichkeit, die Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit (sog. "Beibehaltungsgenehmigung") zu beantragen, bevor man die ausländische Staatsangehörigkeit annimmt. Bei dem dann folgenden Verwaltungsverfahren werden auch die privaten Motive des Antragstellers berücksichtigt.

Fortbestehende Bindungen an Deutschland und triftige Gründe für den Erwerb der anderen Staatsangehörigkeit müssen nachgewiesen werden. Nähere Informationen zur Beantragung der Beibehaltungsgenehmigung finden Sie in dem nachfolgend eingestellten Link. Außerdem können Sie sich auch an die für Ihren Wohnort zuständige Behörde wenden. Bitte beachten Sie, dass das Verfahren für diese Beibehaltungsgenehmigung positiv abgeschlossen sein muss und Sie die Urkunde hierüber erhalten haben müssen, bevor Sie die ausländische Staatsangehörigkeit annehmen.

Kann ich die deutsche Staatsangehörigkeit zurückbekommen?

Ehemaligen Deutschen bietet § 13 StAG die Möglichkeit, auch bei Beibehaltung ihres Wohnsitzes im Ausland die deutsche Staatsangehörigkeit WIEDER zu erwerben. Nach Erfahrung des Auswärtigen Amts ist dies jedoch nur bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen möglich. Nähere Informationen erteilt die jeweils zuständige Staatsangehörigkeitsbehörde, im Falle des Auslandsaufenthalts das Bundesverwaltungsamt in Köln.

Ja, von nationalsozialistischen Ausbürgerungsmaßnahmen betroffene Personen und ihre Abkömmlinge haben weiterhin das Recht, unter Hinnahme von Mehrstaatigkeit nach Art. 116 Absatz 2 des Grundgesetzes eingebürgert zu werden. Der Nachweis deutscher Sprachkenntnisse ist nicht erforderlich. Allerdings wird geprüft, ob die deutsche Staatsangehörigkeit des Vorfahrs nicht aus Gründen verloren gegangen sein könnte, die nichts mit dem Nationalsozialismus zu tun haben. Dann gäbe es für die Nachfahren keinen Anspruch. Bitte wenden Sie sich für eine weitere Beratung an die für Ihren Wohnort zuständige Behörde.

In dieser Situation empfiehlt sich nach Beratung durch die zuständige Auslandsvertretung die Einleitung eines Staatsangehörigkeitsfeststellungsverfahrens, in dem die Abstammung bis zu den Großeltern (und manchmal darüber hinaus) zurück verfolgt wird. Entsprechende Geburts- und/oder Abstammungsurkunden sind vorzulegen.

Deutsche Auslandsvertretungen

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