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Bundeskabinett verabschiedet Bericht über die deutsche humanitäre Hilfe 2014-2017 

07.11.2018 - Pressemitteilung

Am 07.11.2018 hat das Bundeskabinett den Bericht der Bundesregierung über die humanitäre Hilfe im Ausland 2014-2017 verabschiedet. Dazu erklärte die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Frau Bärbel Kofler, heute (07.11.):

134 Millionen Menschen sind mittlerweile auf humanitäre Hilfe angewiesen. Durch immer mehr langanhaltende humanitäre Krisen wächst diese Zahl weiter.
Deutschland hat sein Engagement in den vergangenen Jahren deutlich verstärkt. Das zeigt der heute verabschiedete Bericht über unsere humanitäre Hilfe. Wir haben unsere humanitäre Hilfe seit 2014 vervierfacht und waren 2017 mit rund 1,7 Milliarden Euro der zweitgrößte staatliche Geber weltweit. Auch in den kommenden Jahren muss sich Deutschland weiter seiner Verantwortung stellen, notleidenden Menschen weltweit zu helfen. Dafür werde ich mich auch aktiv in Haushaltsfragen im Deutschen Bundestag stark machen.

Der Bericht zeigt auch, wie wir dazu beitragen, dass humanitäre Hilfe besser und schneller bei den Menschen ankommt, die sie benötigen. Wir setzen uns dafür ein, dass humanitäre Hilfe noch mehr vorausschauend geleistet wird. So wollen wir menschliches Leid verringern und nach Möglichkeit verhindern.

In den letzten vier Jahren haben wir Menschen geholfen, die vom Syrien-Konflikt betroffen sind, unabhängig davon, ob sie Zuflucht in einem der Nachbarländer Syriens gefunden haben oder sich weiterhin in Syrien aufhalten. Mehr als 40 % der Mittel der deutschen humanitären Hilfe haben wir für ihre Unterstützung eingesetzt. Auch zur Linderung des Leides im Jemen-Konflikt und bei Hungerkrisen in Teilen Afrikas haben wir uns besonders engagiert.
Den wachsenden humanitären Bedarf kann Deutschland nicht alleine decken. Deshalb nutzen wir unsere internationale Rolle, um z.B. bei Geberkonferenzen zur Syrien-Krise andere Staaten zu überzeugen, sich ebenfalls zu engagieren.

Damit die Hilfe dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird, werden wir uns im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen auch besonders für den Schutz humanitärer Helfer einsetzen.

Hintergrund:

Am 07.11. hat das Bundeskabinett den Bericht der Bundesregierung über die deutsche humanitäre Hilfe im Ausland 2014-2017 beschlossen. Im Anschluss wird der Bericht dem Bundestag zugeleitet. Grundlage für diesen Vierjahresbericht, der in jeder Legislaturperiode erstellt wird, ist ein Beschluss des Bundestages.

Deutschland engagiert sich seit vielen Jahren in der humanitären Hilfe weltweit. In den letzten Jahren ist der weltweite humanitäre Bedarf laut den Vereinten Nationen stark angewachsen. 2014 wurde der jährliche Bedarf mit 16,8 Mrd. US-Dollar beziffert, 2017 bereits mit 23,5 Mrd. US-Dollar. Angesichts dessen stellte Deutschland von 2014 bis 2017 insgesamt 3,97 Mrd. Euro für humanitäre Hilfe bereit.

Um menschliches Leid zu lindern, arbeitet die Bundesregierung in der humanitären Hilfe mit Partnern wie den Organisationen der Vereinten Nationen, der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung sowie Nichtregierungsorganisationen zusammen. Regional hilft die Bundesregierung insbesonders notleidenden Menschen in Nahost (u.a. Syrien, Irak und Jemen) und Afrika (Sahelzone, Horn von Afrika).

Die Nahrungsmittel- und Gesundheitsversorgung, die Hilfe für von Flucht und Vertreibung betroffene Personen, das humanitäre Minenräumen oder die Katastrophenversorge stellen thematische Schwerpunkte der deutschen humanitären Hilfe dar.

 

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