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Außenminister Wadephul vor seiner Abreise nach Panama und in die USA zum G20 Außenministertreffen

28.10.2026 - Pressemitteilung

Vor seiner Abreise nach Panama und in die USA zum G20 Außenministertreffen sagte Außenminister Johann Wadephul (28.10.2026):

Ich fahre zum G20-Außenministertreffen nach Atlanta, um für das Prinzip Freiheit in den internationalen Wirtschaftsbeziehungen zu werben. Als exportorientierte Nation sind wir auf offene Handelsrouten, stabile Energiepreise, resiliente Lieferketten und einen verlässlichen Zugang zu globalen Märkten angewiesen.

Heute stehen viele dieser Wachstums-Voraussetzungen auf dem Spiel: In der Straße von Hormus und am Bab-al-Mandab wird die freie Seefahrt massiv eingeschränkt, was die Energiepreise weltweit in die Höhe treibt. Russlands immer aggressiveres Vorgehen, auch gegen Handelsschiffe im Schwarzen Meer, gefährdet die globale Ernährungssicherheit.

Auch wenn wir im G20-Kreis teils aus sehr unterschiedlichen Perspektiven auf die Welt schauen, so ist für die überwältigende Mehrheit doch klar: Russland und der Iran müssen endlich aufhören, Handelswege in Geiselhaft zu nehmen und damit Wirtschaftskrisen und Hunger zu provozieren.

Denen, die in einer Zeit der Zerrüttung nach fairer Zusammenarbeit suchen, bieten wir unser Netz globaler Partnerschaften. Die G20 sind dafür prädestiniert, dieses Netz noch enger zu spannen: Mit Ländern wie etwa Indien, Indonesien, Saudi-Arabien, der Türkei, Brasilien oder Mexiko teilen auch zahlreiche strategische Interessen. Mit ihnen wollen wir unsere Wirtschaftsbeziehungen vertiefen und uns im gemeinsamen Interesse für belastbare internationale Regeln einsetzen. So erschließen wir Chancen für unsere Unternehmen, sichern Arbeitsplätze und erreichen eine verlässliche Versorgung mit kritischen Rohstoffen.

Vor dem G20-Treffen werde ich nach Panama reisen: Das Land setzt sich gemeinsam mit uns für eine starke multilaterale Ordnung ein und ist der wichtigste Markt für die deutsche Wirtschaft in Zentralamerika. Der Panamakanal verbindet Weltmeere und ist damit eine Lebensader des globalen Handels. Mit den Einschränkungen der Navigationsfreiheit auf anderen Seewegen ist der Kanal heute wichtiger denn je – in den vergangenen 12 Monaten durchquerte ihn eine Rekordmenge von 521 Millionen Tonnen an Gütern. Er ist damit auch für die deutsche Wirtschaft von strategischer Bedeutung. Ich bin Panama sehr dankbar dafür, dass es diesen Seeweg so verantwortungsvoll unterhält und zukunftssicher macht, aber auch grundsätzlich eine auf Ausgleich bedachte Rolle in seiner Region spielt.

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