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Außenminister Wadephul zum weiteren Vorrücken der israelischen Armee im Süden Libanons

31.05.2026 - Pressemitteilung

Das weitere Vorrücken der israelischen Armee im Süden Libanons gibt Anlass zu großer Sorge. Zugleich ist dies eine Reaktion auf fortdauernde Angriffe der Hisbollah auf den Norden Israels, die endlich aufhören müssen. Alle Konfliktparteien sind dringend aufgefordert, die Kampfhandlungen einzustellen und zum vereinbarten Waffenstillstand zurückzukehren. Jede weitere Eskalation verschärft die ohnehin schon angespannte Lage zusätzlich und sorgt für neue Fluchtbewegungen innerhalb Libanons.

Natürlich hat Israel legitime Sicherheitsinteressen. Wenn es aber Zivilistinnen und Zivilisten sind, die den Preis einer militärischen Eskalation zahlen und Teile des Libanon dauerhaft unbewohnbar werden, macht das Israels Nachbarschaft langfristig nicht sicherer. Bei seinem Vorgehen gegen die Hisbollah muss Israel Zivilistinnen und Zivilisten sowie zivile Infrastruktur schützen. Der Schlüssel zu einer Stabilisierung des Libanon liegt in einer Stärkung des libanesischen Staates. Dazu gehört, dass die libanesische Regierung entschieden gegen die Hisbollah vorgehen und Libanon sein Gewaltmonopol auf seinem gesamten Territorium ausüben muss.

Die Regierungen Libanons und Israels haben sich in Washington in einem historischen Schritt zu direkten Gesprächen getroffen. Für die kommende Woche ist eine weitere Runde dieser Gespräche geplant. Das ist der richtige Kanal, um Erfolge zu erzielen. Es braucht eine tragfähige diplomatische Lösung zum Schutz von Zivilistinnen und Zivilisten beiderseits der Blauen Linie und einen langfristigen Frieden. Die Hisbollah darf diesen Friedensprozess nicht weiter torpedieren.

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