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Der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit Thomas Rachel vor seiner Abreise nach Nigeria

25.04.2026 - Pressemitteilung

Nigeria ist für Deutschland ein globaler Schlüsselpartner. Das bevölkerungsreichste Land des Kontinents hat in seiner Rolle als Demokratie und regionale Führungskraft eine ganz zentrale Bedeutung weit über Westafrika hinaus.

Gleichzeitig ist Nigeria ein Land mit angespannter Sicherheitslage. Angriffe auf Kirchen und Moscheen sowie Entführungen von Geistlichen und Schülerinnen und Schülern durch bewaffnete Gruppen machen mich besonders betroffen. Diese stellen auch eine Verletzung der Religions- und Weltanschauungsfreiheit dar. Die Dynamiken der Gewalt, unter der Angehörige aller Religionsgemeinschaften leiden, sind dabei vielschichtig und komplex. Als deutsche Bundesregierung unterstützen wir Nigeria bei der Stabilisierung besonders von Gewalt betroffener Regionen.

Mir ist es besonders wichtig, vor Ort mit Menschen und Initiativen ins Gespräch zu kommen, die sich trotz aller Schwierigkeiten für ein friedliches Zusammenleben verschiedener Religionen und gesellschaftlicher Gruppen engagieren. Gespräche unter anderem mit der Regierung, Vertretenden der verschiedenen Religionsgemeinschaften wie auch Zivilgesellschaft und Abgeordneten werden es mir erlauben, mir ein eigenes Bild über die Lage der Religions- und Weltanschauungsfreiheit zu machen.

Hintergrund

Der Beauftragte der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit reist vom 25. bis 28. April nach Nigeria. In Abuja wird er sich mit christlichen und muslimischen Geistlichen sowie mit Vertretern der Humanisten treffen. Außerdem werden Gespräche über die aktuelle Lage mit zivilgesellschaftlichen und staatlichen Vertretern geführt. In Makurdi, der Hauptstadt des nigerianischen Bundesstaates Benue, wird er sich mit unterschiedlichen Akteuren über die Konfliktdynamiken im Middle Belt austauschen sowie Betroffene von Gewalt und Vertreibung in einem Lager für Binnenvertriebene treffen.

Am 4. November 2025 hat erstmals seit 2021 die Binationale Kommission unter Leitung von Außenminister Wadephul und seinem nigerianischen Amtskollegen Tuggar getagt. Dabei wurden Schwerpunkte der bilateralen Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Energie, regionale Sicherheit und Frieden, Kultur und Migration behandelt.

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