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Global Gateway als Chance für die deutsche Wirtschaft: Gemeinsamer Austausch von EU-Kommissar Jozef Síkela und Bundesregierung mit Unternehmen
Die deutsche Wirtschaft kann noch stärker von der EU-Konnektivitätsstrategie Global Gateway profitieren und Unterstützung für Auslandsinvestitionen in Anspruch nehmen – insbesondere über den neuen Global Gateway Investment Hub der Europäischen Kommission und die damit verbundene neue nationale Anlaufstelle.
Dazu tauschen sich heute im Haus der Deutschen Wirtschaft die Bundesregierung, der EU Kommissar für internationale Partnerschaften, Jozef Síkela, und rund 120 Unternehmensvertretern aus.
Die Bundesregierung unterstreicht durch die Teilnahme der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Reem Alabali Radovan, sowie der Staatssekretäre Dr. Bernhard Kotsch (Auswärtiges Amt, AA) und Dr. Thomas Steffen (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, BMWE): Global Gateway bietet noch viel Potential für die deutsche Wirtschaft und steht in besonderer Weise für die Verzahnung entwicklungspolitischer, wirtschaftlicher und geopolitischer Interessen Deutschlands und der EU.
Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan:
Entwicklungspolitik ist Teil einer vorausschauenden, zukunftsfesten Wirtschaftspolitik. Mit Global Gateway bringen wir Wirtschaft, Entwicklung und Geopolitik zusammen. Gerade in Zeiten knapper Ressourcen investieren wir dort, wo beidseitiger Nutzen entsteht, wo Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit zusammenwirken. Global Gateway ist unser europäisches Angebot an Partner weltweit, gemeinsam bessere Verbindungen zwischen Europa, Afrika, Asien und Lateinamerika zu schaffen und nachhaltiges Wachstum zu fördern. Deutsche Unternehmen unterstützen wir dabei, sich mit ihren Investitionen hier noch stärker einzubringen.
Staatssekretär Bernhard Kotsch:
In einer Welt, in der wirtschaftliche Sicherheit und Außenpolitik immer enger miteinander verknüpft sind, ist die Unterstützung von Infrastrukturinvestitionen deutscher Unternehmen im Ausland auch ein Beitrag zur Stärkung unserer außenpolitischen Handlungsfähigkeit. Global Gateway bietet hierfür einen geeigneten europäischen Rahmen.
Staatssekretär Dr. Thomas Steffen:
Global Gateway soll auch die Wettbewerbsfähigkeit deutscher und europäischer Unternehmen stärken. Die Anlaufstelle zum Global Gateway Investment Hub ist ein wichtiger Schritt, um die Privatwirtschaft einzubinden und ihr konkrete Unterstützung bieten zu können.
EU-Kommissar für internationale Partnerschaften Jozef Síkela:
Global Gateway bietet deutschen Unternehmen die Möglichkeit, Projekte in schnell wachsenden Märkten durchzuführen. Mit dem neuen Global Gateway Investment Hub unterstützen wir dieses Engagement durch eine klare Anlaufstelle und koordinierte europäische Förderung. Durch Kredite, Zuschüsse und Instrumente zur Risikominderung setzen wir die umfassende Expertise deutscher Unternehmen in konkrete Projekte um und stärken Europas Partnerschaften weltweit.
Über die neue nationale Anlaufstelle können Unternehmen Förderanträge an die Europäische Kommission stellen. Im Rahmen einer Vorprüfung werden verschiedene Kriterien überprüft, darunter Schwerpunktregion und -sektor des Projekts, das geplante Projektvolumen (Mindestvolumen von 10 Millionen EUR) und der Sitz des Projektträgers in der EU. Die nationale Anlaufstelle wird von BMWE, BMZ und AA unter Beteiligung von der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung (AWE), der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG), Euler Hermes, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Germany Trade and Invest (GTAI) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) verantwortet. Im Rahmen der Veranstaltung wird auch die neue Plattform „Förderlotse Wachstumsmärkte“ vorgestellt, die Informationen zu Förder-, Finanzierungs- und Beratungsangeboten der Bundesregierung für Unternehmen bündelt.
Mit Global Gateway hat die EU eine von geopolitischen Interessen und entwicklungspolitischen Zielen geleitete Strategie für nachhaltige Investitionen in Partnerländern geschaffen, mit der seit Ende 2021 bereits über 300 Mrd. EUR mobilisiert werden konnten. Als Ziel hat die Europäische Kommission die Mobilisierung von insgesamt 400 Milliarden Euro bis Ende 2027 ausgegeben. Der Privatwirtschaft kommt hier eine entscheidende Rolle zu.