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Gemeinsame Erklärung Deutschlands, Frankreichs, des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Staaten nach einem Treffen des französischen Außenministers Jean Noël Barrot, der britischen Außenministerin Yvette Cooper, der deutschen Staatsministerin Serap Güler und des US-Sondergesandten Tom Barrack
Wir begrüßen die am 24. Januar bekanntgegebene 15-tägige Verlängerung des Waffenstillstands zwischen den syrischen Regierungstruppen und den Demokratischen Kräften Syriens. Wir rufen alle Parteien auf, sich strikt an den Waffenstillstand zu halten und äußerste Zurückhaltung zu üben. Wir fordern alle externen Akteure nachdrücklich auf, sich uns im Streben nach Frieden und einer Deeskalation der Gewalt anzuschließen.
Wir bekräftigen die Verpflichtung aller Parteien, Zivilistinnen und Zivilisten sowie die zivile Infrastruktur zu schützen. Wir begrüßen die Einrichtung humanitärer Korridore, um die sichere und ungehinderte Bereitstellung humanitärer Hilfe zu gewährleisten. Wir betonen, dass diese Korridore aufrechterhalten und in der Stadt Kobane die grundlegenden Dienstleistungen wieder aufgenommen werden müssen.
Wir begrüßen zudem die wichtige Rolle, die Partner, darunter Irak, die Regierung der Region Kurdistan, die syrische Regierung und die Demokratischen Kräfte Syriens, bei der Bewältigung der Herausforderungen durch IS spielen.
Wir rufen alle Parteien nachdrücklich auf, sich rasch und auf der Grundlage der Vereinbarung vom 18. Januar 2026 auf einen dauerhaften Waffenstillstand zu einigen und so bald wie möglich die Verhandlungen über die friedliche und dauerhafte Integration Nordost-Syriens in einen einheitlichen und souveränen Staat, der die Rechte aller seiner Bürgerinnen und Bürger tatsächlich respektiert und schützt, wiederaufzunehmen; dies stellt den effektivsten Weg zu Stabilität in Syrien dar.
Wir bekräftigen die Notwendigkeit, die kollektiven Bemühungen im Kampf gegen IS aufrechtzuerhalten und zu bündeln. Wir fordern alle Parteien auf, jegliches Sicherheitsvakuum in und um IS-Haftzentren zu vermeiden. Um diesen Bedenken Rechnung zu tragen, haben wir uns darauf geeinigt, umgehend ein Treffen der Internationalen Anti‑IS‑Koalition einzuberufen.
Wir bekräftigen unsere Unterstützung für einen integrativen politischen Übergang in Syrien, bei dem die Rechte aller Syrerinnen und Syrer geschützt werden, und betonen, dass die Stabilisierung Nordost-Syriens durch friedliche Mittel ein vorrangiges Anliegen im Hinblick darauf darstellt, ein Wiederaufleben des Terrorismus zu verhindern und die regionale Sicherheit zu gewährleisten. Wir unterstreichen die Bereitschaft, gemeinsam mit regionalen und internationalen Partnern die Umsetzung von Vereinbarungen zwischen den Parteien zu unterstützen und zu überwachen, die auf eine friedliche und dauerhafte Integration Nordost-Syriens in einen einheitlichen, integrativen und souveränen Staat abzielen, der die Rechte aller seiner Bürgerinnen und Bürger wirksam schützt.