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Außenminister Wadephul vor seiner Abreise nach Reykjavik und Washington, D.C. und New York

11.01.2026 - Pressemitteilung

Vor seiner Abreise nach Reykjavik und Washington, D.C. und New York erklärte Außenminister Johann Wadephul heute (11.01.):

Diesen Sommer feiern die Vereinigten Staaten ihren 250. Unabhängigkeitstag. Das erinnert mich daran, wie stark uns die Idee von Freiheit und Selbstbestimmung verbindet. Deutschland hat dieser langen demokratischen Tradition der USA und ihrem Einsatz für Frieden und Sicherheit viel zu verdanken. Noch nie war es so wichtig, in die transatlantische Partnerschaft zu investieren, um – angesichts globaler Umbrüche – in der Lage zu bleiben, die Weltordnung zu gestalten.

Gleichzeitige Krisen und Kriege fordern uns heraus – allen voran Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine, der unsere Sicherheit im gesamten euro-atlantischen Raum bedroht. Existenzielle Fragen können wir nur gemeinsam im Bündnis wirksam beantworten. Deshalb stimmen wir uns eng ab in der NATO und sorgen gemeinsam für mehr Sicherheit – auf beiden Seiten des Atlantiks. Und deshalb haben wir uns vergangenen Sommer dazu verpflichtet, kollektiv das 5-Prozent-Ziel in der NATO zu erfüllen. Deutschland geht hier entschlossen voran.

Natürlich gibt es auch zwischen engen Partnern immer wieder unterschiedliche Sichtweisen. Sie sollten aber nicht dazu führen, dass wir das große Ganze aus dem Blick verlieren. Wo es unterschiedliche Auffassungen gibt, wollen wir diese Unterschiede im Dialog bearbeiten, um unserer gemeinsamen Verantwortung für Frieden und Sicherheit gerecht zu werden. Mit dieser Überzeugung werde ich auch mit meinem US-Kollegen, Marco Rubio, in Washington sprechen. Zu unserer Verantwortung gehört gerade die Sicherheit im Nordatlantik, dessen Namen die NATO nicht nur im Namen trägt, sondern der auch für unsere gemeinsame Sicherheit strategisch so wichtig ist.

Gerade weil auch die Sicherheit in der Arktis immer wichtiger wird, will ich auf meiner Reise auch besprechen, wie wir diese Verantwortung in der NATO – angesichts alter und neuer Rivalitäten in der Region durch Russland und China – am besten gemeinsam tragen können. Das wollen wir in der NATO gemeinsam besprechen. Dabei müssen die legitimen Interessen aller NATO-Alliierten, aber ebenso die der Bewohnerinnen und Bewohner der Region, im Mittelpunkt unserer Überlegungen stehen. Das gilt natürlich auch für Grönland und seine Menschen. Zu den besonderen strategischen Herausforderungen im hohen Norden tausche ich mich auf meiner Reise heute noch mit meiner isländischen Amtskollegin, Thorgerdur Gunnarsdottir, in Reykjavik aus.

Seit mehr als acht Jahrzehnten bringt die regelbasierte internationale Ordnung uns Frieden, Stabilität und Wohlstand. Das gilt vor allem für die USA und für Deutschland. Der Schlüssel hierfür ist Verlässlichkeit. Denn Verlässlichkeit ist die Grundlage für Sicherheit, für Handel und für Investitionen – in Europa ebenso wie in Amerika. Für Deutschland gehört zur Verlässlichkeit als internationaler Partner deshalb ganz klar das Bekenntnis zum internationalen Recht und zur internationalen Zusammenarbeit. Deshalb werde ich im Anschluss an meine Gespräche in Washington auch mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, in New York zusammenkommen.

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