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Gemeinsame Pressemitteilung von Benjamin Haddad, beigeordneter Minister für Europa, und Gunther Krichbaum, Staatsminister für Europa
Toulon, 29. August 2025
Benjamin Haddad und Gunther Krichbaum, Beauftragte für die deutsch-französische Zusammenarbeit, haben sich am Rande des Deutsch-Französischen Ministerrats (DFMR) getroffen, der am Freitag, den 29. August 2025, in Toulon stattfand.
Die beiden Minister bekräftigten ihr gemeinsames Ziel, die deutsch-französische Zusammenarbeit im Dienste eines stärkeren und souveräneren Europas zu vertiefen.
Die Minister, die gemeinsam den Vorsitz des aus dem Vertrag von Aachen hervorgegangenen Ausschusses für grenzüberschreitende Zusammenarbeit (AGZ) innehaben, verabschiedeten einen Aktionsplan zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Dieser beinhaltet konkrete deutsch-französische Vorhaben, um unseren Mitbürgern, die in der Grenzregion leben, den Alltag in den Bereichen Berufsausbildung, Mobilität, Gesundheit und Energie zu erleichtern.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen zudem die Herausforderungen und Prioritäten der Europäischen Union (mehrjähriger Finanzrahmen, Wettbewerbsfähigkeit, Entbürokratisierung, Erweiterung, Zusammenarbeit mit Drittländern und Rechtsstaatlichkeit). Mehr denn je sind Deutschland und Frankreich aufgefordert, eine führende Rolle bei der Stärkung der Souveränität Europas zu übernehmen, auch in Zusammenarbeit mit ihren engen Partnern, wie mit Polen im sogenannten „Weimarer Dreieck“.
Die beiden Minister einigten sich darauf, die im Juli begonnenen deutsch-französischen Arbeiten zum mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) fortzusetzen. Ziel ist es, gemeinsam an den politischen Prioritäten, den Eigenmitteln und der Governance des nächsten Rahmens zu arbeiten und dabei die neuen strategischen Prioritäten zu berücksichtigen, die in den kommenden Jahren finanziert werden sollen.
Sie bekräftigten den Willen Frankreichs und Deutschlands, die Sicherheit der Europäer zu stärken angesichts des Anstiegs der Informationsmanipulation, der Zunahme ausländischer Einflussnahme, der Gefährdung von Wahlen und der wirtschaftlichen Schwierigkeiten, denen sich unabhängige Informationsökosysteme gegenübersehen.