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Außenminister Gabriel zur Lage in Kirkuk

17.10.2017 - Pressemitteilung

Zur Lage in Kirkuk und weiteren Gebieten im Norden des Irak sagte Außenminister Sigmar Gabriel heute (17.10.):

Der Konflikt zwischen der Region Kurdistan-Irak und der irakischen Regierung bereitet uns größte Sorge. Niemand sollte meinen, es gebe eine militärische Lösung für die innerirakischen Spannungen, die in den letzten Tagen zutage getreten sind. Das habe ich gestern in einem Telefonat dem irakischen Premierminister Haidar Al-Abadi deutlich gemacht. Im Gegenteil: Eine Eskalation schwächt alle Seiten und droht vor allem, den Irak und die Region nachhaltig zu destabilisieren.

In dieser brisanten Lage rufen wir alle Beteiligten zu Besonnenheit und zu direkten Gesprächen auf: Militärische Handlungen müssen umgehend eingestellt und weitere Eskalationsschritte vermieden werden.

Es liegt in der Verantwortung aller, dazu beizutragen, dass der Weg zurück zum Verhandlungstisch und zu einem konstruktiven Dialog eröffnet wird, um die Differenzen friedlich zu lösen.

Der gemeinsame Kampf gegen IS muss weiter oberste Priorität haben – aber was gegenwärtig auf dem Spiel steht, ist nichts weniger als die Zukunft des gesamten Landes und die Sicherheit der Region.

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