Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

"Fußball ist ein wunderbares Mittel der Verständigung"

10.06.2016 - Interview

Außenminister Frank-Walter Steinmeier spricht im Interview mit der dpa über die Fußball-Europameisterschaft 2016, die heute (10.06.) in Frankreich beginnt. Erschienen am 10.06.2016.

Wer wird Ihrer Meinung nach Europameister und warum?

Wir sind sicher einer der Favoriten und können als amtierender Weltmeister mit breiter Brust in das Turnier gehen. Ich sehe aber auch Gastgeber Frankreich, Belgien und Titelverteidiger Spanien ganz vorne im Rennen um den Titel. Es wird sicher hochspannende Spiele geben. Hoffentlich haben wir auch diesmal das Quentchen Willen und Glück, das es braucht, um den Titel zu holen.

Wie und wo schauen Sie die Spiele?

Ich hoffe, dass mein Büro und die politischen Entwicklungen der nächsten Wochen mir ein wenig Platz lassen, um wenigstens die Spiele der deutschen Mannschaft zu schauen. Wo das dann sein wird, weiß ich noch nicht genau. Das erste Spiel am Sonntag gegen die Ukraine erlebe ich wohl in Peking bei den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen.

Was war der größte Fußball-Moment ihres Lebens?

Das 2-1 des TUS 08 Brakelsiek gegen den Erzrivalen Schwalenberg im letzten Jahrhundert, ungefähr 1972.

Wirken sich die die Terroranschläge von Paris (rund um das Länderspiel Frankreich-Deutschland im vergangenen November) auf Ihre EM-Begeisterung aus?

Ich war am 13. November im Stade de France und habe in Paris den Schrecken der terroristischen Anschläge, aber auch die Entschlossenheit und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Franzosen miterlebt.

Ich bin überzeugt, dass unsere französischen Freunde alles Menschenmögliche getan haben, damit es spannende, friedliche und sichere Spiele im ganzen Land geben wird.

Der Fußball ist ein wunderbares, und vielleicht das beste Mittel der Verständigung über alle Grenzen hinweg, seien sie sprachlich, ethnisch, religiös oder kulturell.

Im Fußball haben wir das ganz große geeinte Europa von Lissabon bis Wladiwostok, von Island bis zur Türkei ja schon erreicht.

Das Interview führte Christoph Sator.

Verwandte Inhalte

Schlagworte