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Gernot Erler zu Gedenkveranstaltung in Minsk

04.05.2015 - Pressemitteilung

Der Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Sonderbeauftragte der Bundesregierung für den deutschen OSZE-Vorsitz 2016, Gernot Erler, besucht vom 03. bis 05. Mai Belarus.

In Minsk hat er gemeinsam mit Angehörigen von Opfern der Vernichtungsstätte Trostenez und Überlebenden des Minsker Ghettos an einer Gedenkveranstaltung anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegsendes teilgenommen.

In seiner Eröffnungsrede zur Gedenkveranstaltung erklärte Gernot Erler heute (04.05.) in Minsk: ‎

Der Vernichtungsort Trostenez steht stellvertretend für die deutschen Verbrechen in Belarus. Hier in Trostenez fielen während der deutschen Besatzungszeit Angehörige der belarussischen Zivilbevölkerung, Häftlinge, belarussische Partisanen und sowjetische Kriegsgefangene deutschen Kriegsverbrechen zum Opfer. Belarussische und auch westeuropäische Juden wurden hier Opfer des NS-Rassenwahns. Im Namen der Bundesregierung und auch persönlich für meine Person bitte ich um Vergebung für die von Deutschen in Belarus begangenen Verbrechen und ich verneige mich vor den Opfern‎.

In Minsk trifft Gernot Erler auch mit Vertretern der belarussischen Zivilgesellschaft, Angehörigen der politischen Gefangenen, Vertretern der Opposition sowie mit Außenminister Makej zusammen.

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