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Bundesregierung erhöht Humanitäre Hilfen für Irak

21.10.2014 - Pressemitteilung

Deutschland stellt zusätzliche Mittel der humanitären Hilfe in Höhe von 20 Millionen Euro bereit, um die Not der Menschen in Irak zu lindern. Diese Gelder stehen umgehend zur Verfügung und werden vor allem im Rahmen der Winterhilfe für Binnenvertriebene und Flüchtlinge eingesetzt.

Dazu erklärte Außenminister Steinmeier heute (21.10.) in Berlin:

Die humanitäre Lage der vielen Flüchtlinge im Irak ist dramatisch. Wenn wir an den bevorstehenden Winter denken, so wird klar, dass wir unsere Anstrengungen erheblich erweitern müssen.

Wir bauen unsere humanitäre Hilfe weiter aus und stellen dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) sowie der Deutschen Welthungerhilfe insgesamt 20 Millionen Euro für Maßnahmen der Winterhilfe zur Verfügung.

Dazu gehören neben der Unterstützung des UNHCR bei der Errichtung weiterer Flüchtlingslager insbesondere die Winterfestmachung bestehender Unterkünfte sowie die Bereitstellung von geeigneten Zelten, Öfen, Matratzen, Thermodecken und Winterkleidung. Es muss jetzt schnell alles getan werden, damit die Menschen in Nordirak dem Winter nicht schutzlos ausgeliefert sind.

Hintergrund:

Im Irak sind inzwischen 1,8 Millionen Menschen im eigenen Land auf der Flucht, die Hälfte von ihnen in der Region Kurdistan-Irak. Die Binnenvertriebenen halten sich derzeit in Schulen, unfertigen Gebäuden oder gar unter freiem Himmel auf und benötigen dringend winterfeste Unterkünfte.

Das Auswärtige Amt stellt in diesem Jahr insgesamt rund 45 Millionen Euro für humanitäre Hilfsmaßnahmen im Irak zur Verfügung, die sowohl zur Unterstützung der irakischen Binnenvertriebenen als auch der Flüchtlinge aus Syrien eingesetzt werden. Die Umsetzung dieser Projekte erfolgt in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen, der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung sowie humanitären Nichtregierungsorganisationen. Neben der Winterhilfe umfassen diese Projekte auch Maßnahmen zur Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in Flüchtlingslagern sowie der Verteilung von Nahrungsmittelhilfen und gesundheitlichen Grundversorgung.

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