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Außenminister Steinmeier in Prag: 25-jähriges Jubiläum der Ausreise der Botschaftsflüchtlinge

29.09.2014 - Pressemitteilung

Am Dienstag, den 30. 09., reist Außenminister Frank-Walter Steinmeier nach Prag. Neben politischen Gesprächen mit dem tschechischen Präsidenten Miloš Zeman und dem tschechischen Außenminister Lubomir Zaorálek wird Außenminister Steinmeier in der deutschen Botschaft in Prag ehemalige Botschaftsflüchtlinge aus dem Jahr 1989 treffen. Aus Anlass des Jubiläums besuchen auch die Bundesminister a.D. Hans-Dietrich Genscher und Rudolf Seiters an diesem Tag die deutsche Botschaft. Zusammen mit ihnen und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich nimmt Außenminister Steinmeier am Nachmittag an einem Empfang teil.

Im Herbst 1989 wurde die deutsche Botschaft in Prag zu einem wichtigen Schauplatz deutscher und europäischer Geschichte, als tausende DDR-Bürger an der Botschaft Zuflucht suchten. Die Bilder der jubelnden Flüchtlinge gingen um die Welt, nachdem der damalige Bundesaußenminister Genscher am 30.09.1989 die Nachricht von der Ausreisemöglichkeit überbracht hatte. Die Deutsche Botschaft Prag erinnert am 29. und 30. September mit einem Programm an die historischen Ereignisse.

Vor der Reise erklärte Außenminister Steinmeier:

Der unbeirrbare Wille zur Freiheit, den die Menschen hatten, und der Mut, alles hinter sich zu lassen, sind bis heute tief beeindruckend. Zeitzeugen werden uns von dem Ausnahmezustand in der Botschaft vor 25 Jahren berichten. Damals waren tausende Flüchtlinge bereit zu einem radikalen Bruch mit der Vergangenheit, weil die Hoffnung auf eine Zukunft in Freiheit ihnen kostbarer war. Hans-Dietrich Genscher hat hier auf dem Balkon die erlösenden Worte überbracht, die Deutschland nicht vergessen wird. Ohne die Hilfe und Solidarität der Menschen in unseren Nachbarländern wäre der damalige Aufbruch in eine neue europäische Friedensordnung nicht denkbar. Die Krise in der Ukraine zeigt leider, wie bedroht diese Friedensordnung heute ist. Frieden, Freiheit und Demokratie sind nicht für ewig garantiert, wenn wir nicht jeden Tag dafür eintreten.

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