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Übergabe des PRT Kundus an zivile Leitung: Afghanistan-Engagement bekommt zunehmend ziviles Gesicht

15.11.2012 - Pressemitteilung

Heute (15.11.) wurde die Leitung des deutschen Regionalen Wiederaufbauteams (PRT) in Kundus (Afghanistan) im Rahmen einer feierlichen Zeremonie an das Auswärtige Amt übergeben. Hierzu erklärte Außenminister Guido Westerwelle heute (15.11.) in Berlin:

Die zivile Leitung des Wiederaufbauteams ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die afghanische Regierung.
Damit setzen wir den eingeschlagenen Weg, die Leitung unserer Wiederaufbauteams in zivile Hände zu legen, fort. Unser Afghanistan-Engagement bekommt zunehmend ein ziviles Gesicht.
Die Übergabe der Sicherheitsverantwortung kommt voran. Der Abzug der deutschen Truppen wird planmäßig umgesetzt. Dies haben wir mit unserem Vorschlag für ein neues Afghanistan-Mandat unterstrichen. Am Ende des Mandatszeitraums werden erneut signifikant weniger deutsche Truppen in Afghanistan sein. Für diesen klaren Kurs der Verantwortung für unsere Soldaten und für Afghanistan werben wir um eine breite Mehrheit im Deutschen Bundestag.

Nach zehn Jahren gemeinsamer zivil-militärischer Führung werden die deutschen PRT nun Schritt für Schritt unter vollständig zivile Leitung gestellt. Die PRT verändern sich damit noch stärker hin zu reinen Beratungs- und Unterstützungsmissionen.

Leiter des PRT Kundus wird mit Helmut Landes ein erfahrener AA-Diplomat mit Regionalerfahrung. Er hat zuletzt das PRT Faisabad geleitet und an Afghanistan übergeben.

Alle Aktivitäten des zivilen Wiederaufbaus und der Ausbildung werden unverändert fortgesetzt. Im Jahr 2011 wurden in der Provinz Kundus sieben Schulen errichtet. Sechs Schulen befinden sich zur Zeit im Bau und fünf weitere sind in der Planung. Parallel dazu sollen in der Provinz Kundus noch bis Ende 2012 zwei Lehrerausbildungszentren fertig gestellt werden.

Auch Wasseranlagen, Straßen, und Brücken wurden in den Provinzen Kundus und Takhar in den vergangenen Jahren errichtet und werden auch in Zukunft weiter ausgebaut. In Planung und Bau befindet sich zudem ein Distriktkrankenhaus in Rustaq.

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