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Außenminister Westerwelle auf der Lateinamerika/Karibik Konferenz

23.11.2011 - Rede

Rede Außenminister Guido Westerwelles anlässlich der Lateinamerika/Karibik Konferenz am 23. November 2011 in Berlin

-- Auszüge --

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Deutschlands bilaterale Wirtschafts-beziehungen zu Lateinamerika haben eine enorme Entwicklung hinter sich. Während das gesamte deutsche Außenhandelsvolumen von 2005 bis 2010 um etwa 24% stieg, wuchs der Außenhandel mit den Staaten Lateinamerikas in der gleichen Periode um satte 60%. Deutschland ist heute der wichtigste Handelspartner Lateinamerikas innerhalb der EU. Das ist Auszeichnung und Chance für beide.

Deutsche Unternehmen investieren in ihre Standorte in Mittel- und Südamerika. Nehmen Sie die Milliardeninvestitionen von VW in Mexiko oder von Thyssen Krupp in Brasilien. Hinzu kommen unzählige kleinere Investitionen von mittelständischen Unternehmen.

Insgesamt fließen über 85% der deutschen Investitionen in das verarbeitende Gewerbe. Diese Investitionen sind produktiv und schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze. Sie leisten einen konkreten Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung, zur beruflichen Bildung und zum Technologietransfer.

Markenzeichen des deutschen Engagements in Lateinamerika ist, dass die Unternehmen nicht den schnellen Gewinn abschöpfen wollen, sondern dass sie langfristige Partnerschaften aufbauen wollen. Dieses Erfolgsrezept wollen wir weiter fortsetzen.

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Lateinamerika und Deutschland setzen auf Fortschritt, um die großen Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Lateinamerika zählt zu den Regionen, in denen die meisten neuen Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien entstehen. Deutschland hat im Bereich erneuerbarer Energien und Energieeffizienz viel zu bieten. Vom gegenseitigen Austausch und gemeinsamen Projekten werden beide Seiten profitieren.

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Lateinamerika hat einhergehend mit seinem beeindruckenden wirtschaftlichen Aufschwung auch außenpolitisch an Handlungsspielraum und Selbstbewusstsein gewonnen. Deutschland begrüßt diese Entwicklung. Wir begreifen die Entstehung neuer Kraftzentren als Chance, um gemeinsam die Herausforderungen der Globalisierung zu meistern.

Lateinamerika und Europa sind natürliche Verbündete, wenn es darum geht, unsere gemeinsamen Werte in der Weltordnung von morgen zu verankern. Gemeinsam setzen wir auch global auf die Stärke des Rechts und nicht auf das Recht des Stärkeren.

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Gemeinsame Werte, langjährige Verbindungen und eine neue Dynamik in unseren Beziehungen sind das, worauf wir weiter aufbauen wollen. Zum gegenseitigen Nutzen und in gemeinsamer Verantwortung.

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