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Wasseraufbereitungsanlagen für Thailand

06.11.2011 - Pressemitteilung

Staatsminister Hoyer übergibt in Thailand Wasseraufbereitungsanlagen für die Versorgung von 50.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser

Nach einem Besuch im Überflutungsgebiet der thailändischen Hauptstadt Bangkok und im Flood Relief Operations Centre erklärte der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Werner Hoyer, MdB gestern (05.11.) in Bangkok:

Ich bin betroffen vom Ausmaß der Flutkatastrophe. Es handelt sich um ein Desaster einer Dimension, die das Vorstellungsvermögen übersteigt. Nach Einschätzung thailändischer und deutscher Experten besteht weiterhin die Gefahr, dass praktisch die gesamte Stadt überflutet wird. Es wird Zeit, in Europa zu erkennen, dass es sich um die schwerste Flut seit Jahrzehnten in Thailand handelt.

Schon jetzt sind fast 500 Menschenleben zu beklagen. Mehr als zweieinhalb Millionen Thailänder haben Haus, Hab und Gut verloren. Ein Drittel des ganzen Landes steht bereits unter Wasser, darunter mehr als 6000 Produktionsunternehmen. Es ist beeindruckend, mit welcher Energie sich die Menschen darum bemühen, auch nur die schlimmsten Auswirkungen der langsam, aber unaufhaltsam steigenden Wassermassen in den Griff zu bekommen.

Hierfür benötigen sie dringend internationale Hilfe und praktische Solidarität. Deutschland ist hierzu bereit und hat als eines der ersten europäischen Länder substantielle Hilfe von bis zu 600.000 Euro bereit gestellt. Heute haben wir Wasseraufbereitungsanlagen und Kleinwasserfilter für die Versorgung von 50.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser übergeben und damit einen weiteren Beitrag geleistet. Wir sind zu weiterer Hilfe bereit.

Dies betrifft nicht nur die kurzfristige Katastrophenhilfe und gegebenenfalls auch die Unterstützung bei leider zu befürchtenden Gesundheitsproblemen, sondern auch die Herausforderungen beim Wiederaufbau nach Ablaufen des Wassers. Und natürlich steht deutsche Expertise auch bereit, wenn es gilt, eines Tages die Schlussfolgerungen aus jetzt zu Tage getretenen Erkenntnissen über die Flutursachen zu ziehen.

Zusätzliche Informationen zur Reise von Staatsminister Hoyer nach Bangkok:

Neben den Gesprächen mit dem Leiter des Krisenzentrums, Justizminister Pracha Promnok, dem thailändischen Roten Kreuz und den Mitarbeitern des vor Ort befindlichen Expertenteams des Technischen Hilfswerks (THW) sprach Hoyer mit dem stellvertretenden thailändischen Ministerpräsidenten Kittiratt Na Ranong. Beide waren sich einig, dass es nun darauf ankommt,

- kurzfristig die notwendigen Maßnahmen zur Katastrophenhilfe und Schadensbegrenzung entschlossen zu ergreifen,

- mittelfristig den Wiederaufbau zügig voranzubringen, und

- langfristig alle Vorkehrungen zu treffen, um einen wirksamen Schutz Bangkoks vor möglichen erneuten Fluten zu gewährleisten.

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