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Auswärtiges Amt schließt Botschaft in Sanaa/Jemen

04.06.2011 - Pressemitteilung

Aufgrund der aktuellen Lageentwicklung im Jemen hat das Auswärtige Amt entschieden, die Botschaft in Sanaa umgehend zu schließen. Die bislang verbliebene Kernmannschaft der Botschaft wird das Land verlassen, sobald dies sicher und möglich ist. Auch wenn die Kämpfe in der Hauptstadt Sanaa sich nicht unmittelbar gegen Ausländer richten, hat die aktuelle Gefährdungslage das Auswärtige Amt zu dieser Entscheidung bewogen.

Bundesaußenminister Westerwelle sagte anlässlich dieser Entscheidung heute (04.06.) in Hanoi:

„Wir beobachten die Lage in Sanaa und im gesamten Jemen seit Wochen mit wachsender Sorge. Die Bundesregierung hat mehrfach an Staatspräsident Saleh appelliert, die Zivilbevölkerung im Jemen zu schützen. Wir fordern einen geordneten politischen Übergang und rufen zu einem friedlichen gesellschaftlichen Dialog und zu Reformen auf. Präsident Saleh ist diesen Forderungen nicht nachgekommen. Die in der letzten Zeit im Jemen begangenen Menschenrechtsverletzungen sind nicht hinnehmbar.

Die Bundesregierung verurteilt jegliche Form der Gewaltanwendung auf das Schärfste.

Wir sehen uns angesichts der anhaltenden Kämpfe in der Hauptstadt Sanaa gezwungen, unsere Botschaft vorübergehend zu schließen und unser Personal aus dem Jemen abzuziehen. Ich fordere alle Landsleute eindringlich auf, das Land umgehend zu verlassen, sofern dies sicher und möglich erscheint.“

Das Auswärtige Amt hatte bereits am 28.02.2011 eine Reisewarnung für Jemen ausgesprochen und deutsche Staatsangehörige nachdrücklich aufgefordert, das Land unverzüglich zu verlassen. Am 18.03.2011 war von der Regierung ein landesweiter Ausnahmezustand verhängt worden.

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