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Kondolenzschreiben von Bundesminister Steinmeier zum Tode von Youssef Chahine

30.07.2008 - Pressemitteilung

Zum Tode des ägyptischen Regisseurs Youssef Chahine übermittelte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier seinem ägyptischen Amtskollegen Ahmad Ali Abul-Gheit heute (30.07.) folgendes Beileidschreiben:

„Mit großer Trauer habe ich die Nachricht vom Tod von Youssef Chahine erhalten. Ich möchte Ihnen, Ihrer Regierung und der ägyptischen Bevölkerung meine Anteilnahme und mein tief empfundenes Beileid aussprechen.

Mit Youssef Chahine verliert Ägypten einen Regisseur, der das moderne ägyptische und arabische Kino mehr als ein halbes Jahrhundert lang prägte. Chahine gelang es in seinen Filmen, den Schwächeren in der Gesellschaft eine Stimme zu geben. Er sah sich nicht nur als Regisseur und Künstler, sondern auch als Mentor. Chahine suchte stets die Nähe zum Publikum und den Menschen, für die er seine Filme machte.

Youssef Chahine verhalf dem ägyptischen Kino zu internationalem Ruhm. Dank seines hohen künstlerischen Niveaus fand dieser mutige Regisseur weltweite Anerkennung. Auf der Berlinale 1979 verlieh ihm die Jury für „Alexandria … warum“, den ersten Teil seiner autobiographischen Filmtrilogie, den Silbernen Bären. In Cannes wurde er 1997 für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Unser Mitgefühl in dieser schweren Stunde gilt den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen.“

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