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Deutschland stockt Flüchtlingshilfe für den Libanon auf

22.06.2008 - Pressemitteilung

Am 23. Juni findet in Wien eine internationale Geberkonferenz für den Wiederaufbau des palästinensischen Flüchtlingslagers Nahr el-Bared im Libanon und die Entwicklung umliegender Gemeinden im Norden des Landes statt. Für die Bundesregierung nimmt Staatsminister Gloser an der Konferenz teil.

Im Mai 2007 waren in dem Flüchtlingslager schwere Kämpfe zwischen der libanesischen Armee und der extremistischen Gruppierung Fatah al-Islam ausgebrochen, die sich des Lagers bemächtigt hatte. Nahr el-Bared wurde im Zuge der Kämpfe zerstört, 30.000 Bewohner in benachbarten Lagern und umliegenden Gemeinden notdürftig untergebracht.

Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr bereits über 14 Mio. Euro für Nothilfe und Sofortmaßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Anlässlich der Geberkonferenz wird die Bundesregierung weitere 6 Mio. Euro zusagen, davon 4 Mio. aus dem Haushalt des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und 2 Mio. aus dem Haushalt des Auswärtigen Amts für ein Projekt für die berufliche Ausbildung palästinensischer Jugendlicher.

Staatsminister Gloser:

"Die Bundesregierung unterstützt damit die Bemühungen der libanesischen Regierung und des Hilfswerks der Vereinten Nationen UNWRA zur Verbesserung der Lebensbedingungen palästinensischer Flüchtlinge im Libanon und damit auch für die Stabilisierung des Landes."

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