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Staatsminister Erler fordert vor Geberkonferenz in Rangun Zugang zu allen Hilfsbedürftigen

23.05.2008 - Pressemitteilung

Drei Wochen nach dem Wirbelsturm „Nargis“ ist die Lage im myanmarischen Katastrophengebiet weiter dramatisch. Um die internationalen Hilfsbemühungen für Myanmar zu beraten, haben die Vereinten Nationen und die ASEAN-Staaatengemeinschaft für Sonntag (25.05.) zu einer internationalen Geberkonferenz in die myanmarische Hauptstadt Rangun eingeladen. Für die Bundesregierung wird der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Gernot Erler, nach Rangun reisen. Im Vorfeld der Konferenz erklärte Staatsminister Erler heute (23.05.) in Berlin:

Auch wenn wir in den letzten Tagen erste Zugeständnisse der myanmarischen Regierung erreichen konnten und uns heute weitere Signale einer Öffnung für internationale Hilfe erreichen: Schneller und professioneller Zugang zum Katastrophengebiet bleibt die entscheidende Herausforderung. Deshalb wird sich die Bundesregierung bei der Geberkonferenz dafür stark machen, dass es nicht bei Zusagen bleibt, sondern dass die Helfer auch wirklich zu allen Betroffenen gelangen. Gleichzeitig hoffen wir, dass wir jetzt endlich die vollständige Bedarfsanalyse erstellen können, die wir für eine effektive internationale Hilfsoperation brauchen.“

Das Auswärtige Amt unterstützt die Not leidende Bevölkerung in Myanmar mit zwei weiteren Hilfsflügen:

  1. Staatsminister Erler wird seine Reise nutzen, um an Bord eines Airbus der Bundesluftwaffe zusätzlich ca. 10 Tonnen Hilfsgüter in das schwer betroffene Land zu bringen. Es handelt sich um medizinische Notfallsets, Großraumzelte, Moskitonetze, eine mobile Wasseraufbereitungsanlage und Wasserreinigungstabletten der deutschen Hilfsorganisationen Deutsche Welthungerhilfe, CARE, Johanniter Unfallhilfe, Malteser International, ASB, Kindernothilfe und arche noVa.
    Der Abflug ist für den morgigen Samstag (24.05.) ab Berlin-Tegel geplant.
  2. In den nächsten Tagen transportiert die Hilfsorganisation Malteser International im Auftrag des Auswärtigen Amts in einem zusätzlichen Flug aus der thailändischen Hauptstadt Bangkok weitere Hilfsgüter nach Rangun. Mit diesem vierten deutschen Hilfsflug werden zusätzliche mobile Wasseraufbereitungsanlagen, Boote, Medikamente und medizinische Ausstattung nach Rangun geflogen.

Die myanmarische Regierung hat heute (23.05.) anlässlich der Reise des Generalsekretärs der Vereinten Nationen erste positive Signale für einen besseren Zugang in das Katastrophengebiet gegeben. Bisher ist allein internationalem Personal aus den ASEAN-Staaten Zugang zum Katastrophengebiet möglich. Deutsche Hilfsorganisationen haben derzeit nur mit lokalen Mitarbeitern und Partnern die Möglichkeit, in dem besonders betroffenen Irrawaddy-Delta zu arbeiten. Zur Unterstützung der humanitären Hilfsleistungen hat Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier einen Sonderbotschafter nach Myanmar entsandt. Die Bundesregierung hat deutschen und internationalen Hilfsorganisationen bislang 4 Millionen Euro als Soforthilfe zur Verfügung gestellt, davon 3 Millionen Euro aus Mitteln der Humanitären Hilfe des Auswärtigen Amtes. Weitere Hilfe steht bereit.

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