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Zur Ermordung der Frauenbeauftragten der südafghanischen Provinz Kandahar

25.09.2006 - Pressemitteilung

Aus Anlass der Ermordung der Frauenbeauftragten der südafghanischen Provinz Kandahar, Frau Safiya Omar Jan, erklärte Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier heute (25.09.) in Berlin:

"Die Bundesregierung verurteilt den feigen Mord an der Frauenbeauftragten der Provinz Kandahar auf das Schärfste und fordert die sofortige Aufklärung des Falles. Den Angehörigen sprechen wir unser Mitgefühl aus.

Jetzt sind die afghanische Polizei und Justiz in der Pflicht. Sie müssen diesen Fall im Interesse der großen Mehrzahl der Bevölkerung, die sich nach Frieden und Entwicklung sehnt, schnellstmöglich aufklären und die Schuldigen ihrer gerechten Strafe zuführen.

Der Vorfall mahnt uns eindringlich, dass die afghanische Regierung und ihre internationalen Partner bei der Herstellung von Rechtsstaatlichkeit und Sicherheit, ebenso wie bei der Schaffung von Entwicklungsperspektiven für Frauen und Mädchen, nicht nachlassen dürfen."

Die Anliegen von Frauen und Mädchen besitzen innerhalb des Afghanistanengagements der Bundesregierung hohes Gewicht. Bei seiner jüngsten Afghanistanreise (20.-22.8.2006) hat sich der Bundesaußenminister erst vor wenigen Wochen persönlich nach der Situation von Frauen und Mädchen und ihrem Zugang zu Bildung und Information erkundigt – und in Kunduz eine Mädchenschule und einen Frauen-Radiosender besucht.

Im neuen afghanischen Parlament sind heute über 25% der Abgeordneten weiblich. In der vergangenen Woche waren auf Einladung des Deutschen Bundestages 14 afghanische Parlamentarierinnen in Berlin zu Gast.

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