Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Staatsministerin Keul vor ihrer Reise nach Äthiopien

13.10.2022 - Pressemitteilung

Vor ihrer Reise nach Äthiopien erklärte Staatsministerin Katja Keul heute (13.10.):

Die Sicherheit Afrikas und Europas sind untrennbar miteinander verknüpft. Wir stehen vor großen gemeinsamen Herausforderungen. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine verschärft die Ernährungskrise in vielen afrikanischen Ländern. Der Klimawandel bedroht unsere gemeinsame Lebensgrundlage. Die einzig mögliche Konsequenz lautet: mehr Zusammenarbeit zwischen Europa und Afrika! Das wird meine Botschaft auf dem Tana-Forum sein.

Bei meinen bilateralen Gesprächen in Addis Abeba werde ich deutlich machen: Der Konflikt im Norden Äthiopiens wird sich nur am Verhandlungstisch dauerhaft lösen lassen. Deswegen unterstützen wir die Vermittlungsbemühungen der Afrikanischen Union. Außerdem muss der humanitäre Zugang gewährleistet werden, damit internationale Hilfe das unermessliche Leid der Menschen dort lindern kann. Deutschland selbst leistet hierzu allein dieses Jahr mit über 47,5 Millionen Euro einen der größten humanitären Beiträge.

Hintergrund:

Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt Katja Keul reist vom 14. bis zum 16. Oktober nach Äthiopien, um bilaterale Gespräche zu führen und stellvertretend für die Bundesregierung am Tana-Forum teilzunehmen. Das Tana-Forum ist eine der größten und wichtigsten Sicherheitskonferenzen in Afrika. Es findet in diesem Jahr unter dem Thema “Managing Security Threats: Building Resilience for the Africa We Want” in Bahir Dar, Äthiopien, statt. Etwa 160 Staats- und Regierungschefinnen und -chefs, Politikerinnen und Politiker, Botschafterinnen und Botschafter, Sicherheitsexpertinnen und –experten sowie Nichtregierungs- und internationale Organisationen reisen für die Konferenz an. Die Staatsministerin wird sich auf dem Forum mit Vertretern afrikanischer Staaten, der Afrikanischen Union und der Zivilgesellschaft austauschen. Ziel ist es, die wirtschaftliche und sicherheitspolitische Zusammenarbeit Deutschlands mit den afrikanischen Staaten auszubauen. Im Rahmen bilateraler Gespräche wird die Staatsministerin mit der äthiopischen Regierung sprechen und sich ein Bild von der politischen Situation und der Menschenrechtslage vor Ort machen, die sich im Zuge des Konflikts in den nordäthiopischen Provinzen Tigray, Amhara und Afar zunehmend verschlechtert. Ein Schwerpunkt der Gespräche wird auf dem Schutz von Frauen und Mädchen vor sexueller Gewalt liegen.

Schlagworte

nach oben