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Außenministerin Baerbock vor Beginn ihrer Reise nach Brest

13.01.2022 - Pressemitteilung

Vor ihrer Abreise nach Brest zum informellen Treffen der EU-Außenministerinnen und Außenminister erklärte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock heute (13.01.): 

Das Treffen mit meinen EU-Außenministerinnen- und Außenminister­kollegen findet gerade zur rechten Zeit statt: am Ende einer Woche mit entscheidenden Gesprächen zum Thema Russland gibt es uns als EU Gelegenheit, in Brest Zwischenbilanz zu ziehen. Dass Frankreich gemeinsam mit der EU gleich zu Beginn seiner EU-Ratspräsidentschaft im Januar dieses Treffen ausrichtet, sendet ein klares Signal: wir bestimmen als Europäer unsere Positionen und meinen es ernst mit dem engen Draht zwischen den EU-Mitgliedstaaten. In der aktuellen Krise ist dies besonders wichtig, weil ureigene Interessen der EU berührt sind – von der Souveränität und territorialen Unversehrtheit unabhängiger Staaten über Fragen der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen EU und Russland bis hin zur Sicherheitslage an den EU-Außengrenzen. 

Um Europas Rolle in der Welt zu stärken, braucht es jedoch mehr als das Management aktueller Krisen, es braucht auch längerfristige Strategien und Planungen. Genau aus diesem Grund arbeiten wir im Rahmen der EU an einem sogenannten „strategischen Kompass“, über den wir heute gemeinsam mit den Verteidigungs­ministerinnen und Verteidigungs­ministern ausführlich diskutieren werden. Dieser strategische Kompass soll der EU und ihren Mitgliedstaaten in der Sicherheitspolitik künftig eine klare Richtung aufzeigen. Gerade gegenüber autokratischen Akteuren wie Russland und China ist wichtig: wenn Europa einen gemeinsamen Kurs fährt und geschlossen auftritt, ist es ein Schwergewicht – agiert es dagegen gespalten, kämpft es unter seiner Gewichtsklasse.

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