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Die geopolitische Bedeutung von Wasserstoff

Planta Solar Cerro Dominador

Planta Solar Cerro Dominador in der Atacama Wueste, Chile, 17.10.2017., © Thomas Imo/photothek.net

14.01.2022 - Artikel

Wasserstoff ist ein zentraler Baustein der globalen Energiewende – und damit ein wichtiger Faktor zur Bekämpfung der menschengemachten Erderwärmung. Eine neue Studie der IRENA analysiert die geopolitischen Auswirkungen der globalen Energiewende und die Entstehung eines globalen Wasserstoffmarktes.

In den vergangenen Jahren ist Wasserstoff zu einem zentralen Baustein der globalen Energiewende geworden – und damit der Einhaltung der globalen Klimaziele. Denn Wasserstoff und seine Folgeprodukte („Power-to-X“) eröffnen neue Möglichkeiten zur Dekarbonisierung - gerade in Industriebereichen, in denen  Elektrifizierung schwierig ist. Auf Dauer nachhaltig ist der aus erneuerbaren Energiequellen gewonnene sogenannte „grüne Wasserstoff“. Eine wachsende Zahl an Staaten hat Wasserstoffstrategien entwickelt. Beim Weltklimatreffen in Glasgow vereinbarten 32 Staaten und die EU, bei der Entwicklung und der Nutzung von Wasserstoff zusammenzuarbeiten.

Die globale Energiewende führt auch zu geopolitischen Veränderungen. Traditionelle Exporteure fossiler Brennstoffe stehen vor der Herausforderung, ihre Wirtschaftssysteme anpassen zu müssen. Gleichzeitig entstehen für viele Staaten neue Chancen, ihre Wirtschaft zu diversifizieren und zum Produzent und Exporteur von Energie zu werden. Hierbei spielt Wasserstoff eine wichtige Rolle, da er sowohl den Transport als auch die Speicherung von Energie aus Erneuerbaren Energiequellen ermöglicht.

Analyse der Geopolitik der globalen Energiewende

Die Internationale Organisation für Erneuerbare Energien IRENA analysiert in einer neuen Studie die geopolitischen Auswirkungen der Transformation. Demnach wird Wasserstoff die Energielieferketten in den kommenden Jahren grundlegend beeinflussen. Hierzu zählt, dass eine Reihe von Staaten, die gute Bedingungen zur Produktion von Erneuerbaren Energien haben, zu Energieexporteuren werden könnte. Zudem wird mit einer Regionalisierung von Energienetzen gerechnet und mit einem Wettrennen um Technologieführerschaft. Der Handel mit Wasserstoff und seinen Folgeprodukten sowie Investitionsflüsse werden sich auf bilaterale Beziehungen auswirken sowie neue Abhängigkeiten und Verbindungen schaffen. Das Auswärtige Amt hat im Rahmen seiner Wasserstoffdiplomatie die Erstellung der Studie aktiv begleitet und finanziell unterstützt.

Weitere Informationen

Wasserstoffdiplomatie: Deutschland eröffnet Wasserbüro in Nigeria

Berlin Energy Transition Dialogue 2021

IRENA

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