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Martin Roth-Initiative

19.08.2019 - Artikel

Die Schaffung vorpolitischer Freiräume, in denen interkultureller Austausch und gemeinsames Arbeiten an gesellschaftlichen Fragestellungen möglich sind, gehört zu den Kernanliegen Auswärtiger Kultur- und Bildungspolitik (AKBP). Gleichzeitig ist zu beobachten, dass sich in vielen Ländern gerade solcher Räume zunehmend verengen, weil ein gemeinsames Arbeiten mit kritischen Künstlern, Intellektuellen, Journalisten, Wissenschaftlern, Menschenrechtsverteidigern und Angehörigen von Minderheiten als bedrohlich empfunden wird. Die Rahmenbedingungen werden an vielen Orten restriktiver - aufgrund staatlicher Machtinteressen, gesellschaftlicher Konventionen, aber auch auf Grund von Gewalt, die von nichtstaatlichen Akteuren ausgeht. Angesichts dieser Umstände sind Maßnahmen zum Schutz von Partnern der AKBP erforderlich.

Nach dem Vorbild der Philipp-Schwartz-Initiative gründete 2018 das Auswärtige Amt die Martin-Roth-Initiative (MRI), die gefährdeten Intellektuellen, Künstlern und Kulturschaffenden vorübergehende Arbeitsaufenthalte in Deutschland oder innerhalb der Herkunftsregion ermöglicht. Die Stipendiaten erhalten so die Möglichkeit, innerhalb ihres Tätigkeitsfeldes wirksam weiterzuarbeiten. Perspektiven für die Fortsetzung von individuellem Engagement in der Heimat sollen erhalten und mittelfristig verbessert werden. Gesellschaftliche Handlungsspielräume werden so auch vor Ort gestärkt. Für die Martin-Roth-Initiative (MRI) sind das Institut für Auslandsbeziehungen ifa und das Goethe Institut gemeinsam als Durchführungsorganisationen verantwortlich.

Weitergehende Informationen finden Sie auf der Internetseite der Martin Roth-Initiative.

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