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Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik

Artikel

Kulturelle Angebote aus Deutschland schaffen weltweit Vertrauen in unser Land.

Ziele und Aufgaben

Austellung des Museums of Modern Art
Austellung des Museums of Modern Art© photothek/Grabowsky

Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) bildet neben den politischen und wirtschaftlichen Beziehungen die "dritte Säule" der deutschen Außenpolitik. Sie ist eines ihrer nachhaltigsten und sichtbarsten Instrumente: Kultur- und Bildungsangebote erreichen die Menschen in den Partnerländern Deutschlands unmittelbar und legen so ein breites Fundament für stabile internationale Beziehungen.

Zugleich schafft die AKBP weltweit Vertrauen in Deutschland - unsere Gesellschaft, Wirtschaft und Politik gewinnen wichtige und verlässliche Partner. Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik verfolgt insbesondere folgende Ziele:

  • Ein stabiles Fundament für die internationalen Beziehungen durch die Koproduktion von Wissen und Kultur und den Dialog zwischen Menschen zu schaffen;
  • die deutsche Sprache in Europa und in der Welt zu fördern;
  • einen Beitrag zur weltweiten Krisen- und Konfliktprävention zu leisten;
  • die europäische Integration zu fördern;
  • die kulturelle Vielfalt auf der Welt zu erhalten;
  • Deutschland als modernen, attraktiven Standort für Bildung, Wissenschaft, Forschung und berufliche Entwicklung vorzustellen;
  • Deutschland als Land mit einer weltbekannten, kreativen und vielfältigen Kulturszene zu präsentieren und
  • ein wirklichkeitstreues und lebendiges Deutschlandbild zu vermitteln.

Instrumente

Akademischer Austausch und Hochschulzusammenarbeit, Auslandsschulwesen, kulturelle Programmarbeit, Förderung von Deutsch als Fremdsprache und interkultureller Dialog bilden den Kern der Aktivitäten der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik.

Partner und Akteure

Deutschunterricht an einem Goethe-Institut in Kiew
Deutschunterricht an einem Goethe-Institut in Kiew© Photothek/Köhler

Die Strukturen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik spiegeln gesellschaftliche Vielfalt und Unabhängigkeit ihrer Akteure wider. Die Bundesregierung schafft durch strategische Leitlinien die Rahmenbedingungen für die Kultur- und Bildungsarbeit im Ausland und beauftragt Mittlerorganisationen mit der Umsetzung. Die Kulturmittler sind dabei in der Programm- und Projektgestaltung weitgehend frei.

Die wichtigsten Partner der Bundesregierung sind das Goethe-Institut, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Alexander von Humboldt-Stiftung, das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, der Pädagogische Austauschdienst, die Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e. V. (IJAB), die Deutsche UNESCO-Kommission, das Deutsche Archäologische Institut, das Bundesinstitut für Berufsbildung und das Haus der Kulturen der Welt.

Auch die politischen Stiftungen, die Kulturstiftung des Bundes, die Max Weber Stiftung, die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" sowie private beziehungsweise unternehmensnahe Stiftungen und zivilgesellschaftliche Organisationen sind Partner des Auswärtigen Amts im Rahmen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik.

Die Begabtenförderung der politischen Stiftungen für ausländische Stipendiaten unterstützt das Auswärtige Amt, indem es Mittel für Stipendien und damit zusammenhängende Maßnahmen zur Verfügung stellt. Das Netzwerk der Alumni der politischen Stiftungen umfasst wichtige Ansprechpartner und Multiplikatoren, die Deutschland auch nach Rückkehr in ihre Heimatländer verbunden bleiben.

Die Kultur- und Bildungsarbeit der Mittlerorganisationen wird in den Gastländern durch die deutschen Auslandsvertretungen koordiniert, um die Kohärenz der verschiedenen Tätigkeiten zu stärken. Dieser Koordinierungskompetenz der Auslandsvertretungen kommt im Zuge einer zunehmenden Anzahl und Diversifizierung der Träger von Kultur- und Bildungsarbeit im Ausland eine immer größere Bedeutung zu.

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