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Friedensmediation und Mediation Support

14.06.2019 - Artikel

Mediation ist ein wirksames Instrument zur Wiederherstellung und Konsolidierung von Frieden und daher integraler Bestandteil der Krisenprävention.

Die Unterstützung von Mediationsprozessen gewinnt im Rahmen der vorsorgenden Außenpolitik zunehmend an Bedeutung. Die Bundesregierung trägt aktiv dazu bei, auf verschiedenen Ebenen Dialogkanäle zu öffnen, Friedensverhandlungen zu fördern und Friedensabkommen umzusetzen. Mediation ist ein wirksames Instrument zur Wiederherstellung und Konsolidierung von Frieden und daher integraler Bestandteil von Krisenprävention und Stabilisierung im Auswärtigen Amt.

Deutscher Ansatz in der Friedensmediation

Das Instrument der Friedensmediation rückte in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der außenpolitischen Debatte. Im Jahr 2014 fand die erste internationale Konferenz zum Thema statt.
Das Instrument der Friedensmediation rückte in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der außenpolitischen Debatte. Im Jahr 2014 fand die erste internationale Konferenz zum Thema statt.© ZIF/Mike Auerbach

Die internationale Stellung und Verantwortung Deutschlands, zusammen mit dem Anspruch an eine aktive Friedenspolitik, geben für ein starkes Engagement in der Friedensmediation die Leitplanken vor. Wie in den Leitlinien „Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern“ (2017) bekräftigt, gibt Deutschland zivilen Maßnahmen der Konfliktlösung wo immer möglich den Vorrang. Durch die Zugänge, Verfahren und Methoden der Friedensmediation können Kontakte und Vertrauen zwischen Konfliktparteien wieder hergestellt und Gesprächskanäle offen gehalten werden.

Das Verfahren der Mediation ist Prinzipien wie Selbstbestimmung, Respekt, Transparenz und Ergebnisoffenheit verpflichtet. Unser Ansatz der Friedensmediation orientiert sich darüber hinaus an den 2012 von den Vereinten Nationen erarbeiteten Grundsätzen für Mediation. Wir sind ein diesen Prinzipien eng verbundener und zugleich interessenspolitisch motivierter Mediationsakteur. Für Deutschland ist Friedensmediation ein wichtiges außenpolitisches Instrument, um sich in für uns politisch relevanten Regionen für die friedliche Beilegung von Konflikten einzusetzen.

Ob bei der Unterstützung Dritter (Projektförderung über die Abteilung S) oder bei eigenem Engagement: Vermittlungsverfahren wie Mediation und Dialog sind wesentlicher Bestandteil eines kohärenten Krisenmanagements, neben der Konfliktbearbeitung können sie Startpunkt für weitere Stabilisierungs- und Unterstützungsmaßnahmen sein, wenn etwa umfassende Veränderungsprozesse wie Entmilitarisierung, Rechtsstaatsförderung, Sicherheitssektor- oder Verfassungsreform anstehen. 

Um Friedensprozesse weltweit zu stärken, achtet die Bundesregierung auf die Einbeziehung zivilgesellschaftlicher Akteure. Die Projektförderung des Auswärtigen Amts setzt bewusst auch auf zivilgesellschaftliche Akteure (Track II und III Mediation).

Mediationskonzept des Auswärtigen Amts

Das Auswärtige Amt arbeitet zu diesem Thema eng mit deutschen Organisationen zusammen, die über eine vielseitige Expertise im Bereich Mediation verfügen und sich in der Initiative Mediation Support Deutschland (IMSD) zusammengeschlossen haben. In dieser Zusammenarbeit entstand eine Publikationsreihe zu Grundbegriffen und Konzepten der Friedensmediation:

Grundlagen der Mediation - Konzepte und Definitionen PDF / 183 KB

Die Rollen und Beträge von Staaten im Bereich Friedensmediation PDF / 659 KB

Die Rollen und Beiträge von multilateralen und nichtstaatlichen Akteuren im Bereich Friedensmediation PDF / 639 KB

Konfliktanalyse und Mediation Entry Points PDF / 191 KB

Normativer Bezugsrahmen und völkerrechtliche Grundlagen der Friedensmediation PDF / 543 KB

Methodik und Gestaltung des Kommunikationsprozesses in der Friedensmediation PDF / 254 KB

Mediation im internationalen Umfeld

Deutschland kooperiert im Bereich Mediation mit internationalen Organisationen (UN, EU, OSZE) und Partnern wie der Schweiz, Norwegen oder Finnland. Darüber hinaus stärkt Deutschland nationale Konfliktlösungsstrukturen in fragilen Staaten, damit lokale Ressourcen der Konfliktbearbeitung gestärkt werden können.

Die Beteiligung von Frauen in Friedensprozessen

Für nachhaltigen Frieden ist die aktive Beteiligung von Frauen in Friedensprozessen unerlässlich. Hierbei kommt es jedoch nicht allein darauf an, ob Frauen beteiligt werden, sondern auch, welchen Einfluss sie auf Friedensverhandlungen ausüben. Die Bundesregierung unterstützt durch verschiedene Projekte die Ziele der UN-Resolutionen 1325, 1889 und 2122 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, welche die erhöhte Beteiligung von Frauen in Friedensprozessen fordern.

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