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Deutsche Kriegsgräber im Ausland

12.12.2019 - Artikel

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist im Auftrag der Bundesregierung tätig. Dabei gilt es, das Gedenken an die Opfer von Gewalt und Krieg zu bewahren und zum Frieden zu mahnen.

Deutscher Soldatenfriedhof in Champigny-St.Andre
Deutscher Soldatenfriedhof in Champigny-St.Andre© EPA

Das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu bewahren und zum Frieden zu mahnen, sind zentrale Anliegen der Bundesregierung. In diesem Rahmen wird der 1919 gegründete Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Auftrag der Bundesregierung im Ausland tätig.

Die Kriegsgräberfürsorge für die deutschen Kriegstoten des Ersten und des Zweiten Weltkriegs sowie Gräber von Personen, die infolge nationalsozialistischer Verfolgung ausgewandert und im Ausland verstorben sind, umfasst die Anlage von Friedhöfen und die Friedhofspflege, insbesondere die Unterhaltung und Instandsetzung von Grabstätten, die Gräberfürsorge, den Gräbernachweis und den Umbettungsdienst.

Besondere Bedeutung für die Kriegsgräberfürsorge hat die internationale Jugendarbeit des Volksbundes. Nach Ende der Ost-West-Konfrontation gehört diese Arbeit nicht nur im westlichen Ausland, sondern auch in Mittel- und Osteuropa zu den Merkmalen der Kriegsgräberfürsorge.

Rechtliche Grundlage der Arbeit des Volksbundes im Ausland bilden die mit über 40 Ländern abgeschlossenen bilateralen Kriegsgräberabkommen. Getreu dem Leitmotiv seiner Arbeit „Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden“ leistet der Volksbund seit über 100 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung und Aussöhnung der kriegsteilnehmenden Völker. So arbeiten beispielsweise deutsche und russische Soldaten, aber auch Jugendliche aus vielen Ländern Europas, gemeinsam an Kriegsgräberstätten, um Orte der Erinnerung, der Trauer und des mahnenden Gedenkens zu schaffen und zu erhalten.

Liste der Abkommen der Bundesrepublik Deutschland über die Kriegsgräberfürsorge PDF / 230 KB

Aufgaben des Auswärtigen Amts

Die Kriegsgräberfürsorge ist eine grundsätzlich staatliche Aufgabe, die im Grundgesetz verankert ist (Art. 74 Abs. 1 Nr. 10 GG). Das Auswärtige Amt hat innerhalb der Bundesregierung die Federführung für Angelegenheiten der Kriegsgräberfürsorge im Ausland inne. Dazu gehören auch Aushandlung und Abschluss von Kriegsgräberabkommen mit anderen Staaten. An diesen Verhandlungen sind der Volksbund und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, zuständig für die Kriegsgräberfürsorge im Inland (inklusive ausländischer Kriegsgräberstätten), beteiligt. Der Volksbund wird in den Kriegsgräberabkommen als auf deutscher Seite mit der technischen Durchführung beauftragte Institution benannt.  Auf Grundlage der im Jahr 2003 abgeschlossenen Rahmenvereinbarung zwischen der Bundesregierung, vertreten durch das Auswärtige Amt, und dem Volksbund gewährt das Auswärtige Amt dem Volksbund für diese Arbeit angemessene Zuwendungen aus dem Bundeshaushalt, soweit seine eigenen Einnahmen für die Erfüllung seiner Aufgaben der Kriegsgräberfürsorge nicht ausreichen . Das Auswärtige Amt und die deutschen Auslandsvertretungen arbeiten mit dem Volksbund kontinuierlich und partnerschaftlich zusammen. Darüber hinaus kümmern sich Auslandsvertretungen um die Pflege deutscher Kriegsgräber in Ländern, in denen der Volksbund nicht präsent ist.

Weitere Informationen

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge: Jugendliche pflegen Kriegsgräber
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge: Jugendliche pflegen Kriegsgräber© Liesa Johannssen/ photothek.net

Internationales Jugendlager - Jugendliche pflegen Kriegsgräber

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