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Deutschlands Einsatz gegen Covid-19

Lieferung von Impfstoffen im Rahmen der COVAX-Plattform an Vietnam

Lieferung von deutschen Impfstoffspenden im Rahmen der COVAX-Plattform an Vietnam, © Deutsche Botschaft Hanoi

07.01.2022 - Artikel

Deutschland setzt sich für die faire und weltweite Verteilung von Impfstoffen ein, der Kampf gegen die Covid-19 Pandemie ist auch ein Schwerpunkt des G7-Vorsitzes.

Die Pandemie kann nur besiegt werden, wenn sie weltweit unter Kontrolle gebracht wird: Deutschland hat sich deshalb schon früh stark gemacht für eine gemeinsame und solidarische Antwort auf die global weiterhin virulente Pandemie und das Thema auch prominent auf die Agenda der G7-Staaten gesetzt, denen Deutschland ab dem 1. Januar vorsitzt.

Konkret soll es dabei um die Stärkung der internationalen Gesundheitsarchitektur und eine nachhaltige globale Impfstoffgerechtigkeit gehen. 

Was bisher geschah

Deutschland hat als Gründungsmitglied im April 2020  den Koordinierungs­mechanismus Access to Covid-19 Tools Accelerator (ACT-A) aus der Taufe gehoben und ist bis heute mit 2,2 Milliarden Euro dessen zweitgrößter Geber. Der Großteil der Unterstützung geht an die internationale Impfstoffplattform COVAX, ein Teil wird für Diagnostik und Medikamente gegen die Krankheit verwendet. Bis 6. Januar 2022 wurden dadurch bereits 144 Staaten und Gebiete mit insgesamt knapp 960 Millionen Impfstoffdosen versorgt. Mit 50 Millionen Euro unterstützt Deutschland den sogenannten “Humanitarian Buffer”, um Impfungen zum Beispiel für Flüchtlinge zu ermöglichen, die von nationalen Impfplänen in ihren Aufenthaltsländern nicht erfasst werden. 

2021 hat Deutschland über 100 Millionen Impfdosen gespendet

Die Bundesregierung hat seit August 2021 auch Impfstoffe aus eigenen Lieferverträgen gespendet, die für die nationale Versorgung nicht benötigt wurden. Das Gesamtvolumen der 2021 gespendeten Dosen betrug rund 103 Mio. Dosen.

Das setzt sich wie folgt zusammen: Rund 7,7 Millionen Dosen hat Deutschland bilateral gespendet, darunter an Ägypten, Ghana, Namibia, Thailand, Ukraine und Vietnam. Rund 95 Millionen Dosen wurden an COVAX übertragen. Bis 4. Januar wurden davon bereits über 84 Millionen Dosen an 30 Empfängerstaaten ausgeliefert, weitere rund 10 Millionen Dosen befinden sich aktuell in der Auslieferung oder Liefervorbereitung über COVAX. Anfang Januar 2022 hatten damit insgesamt rund 92 Millionen Dosen deutsche Impfstoffspenden ihre Bestimmungsorte erreicht.

Bis Ende 2022 will Deutschland insgesamt mindestens 175 Millionen Dosen an Schwellen- und Entwicklungsländer abgeben, den größten Teil davon über COVAX. Damit trägt Deutschland als weltweit zweitgrößter Spender zu einem verbesserten Zugang zu Impfstoffen bei.

Die EU plant, mindestens 700 Millionen Dosen Impfstoffe abzugeben, die USA spendeten bislang circa 364 Millionen Dosen. Die G7-Staaten wollen gemeinsam mindestens 870 Millionen Dosen bis Ende 2022 zur Verfügung stellen. Diese Impfstoffspenden sollen zum größten Teil an COVAX gehen, das die Bedingungen in den Empfängerländern am besten kennt und deswegen die Spenden global gerecht verteilen kann.

Für multilaterale Lösungen statt Impfstoff­nationalismus

Deutschland und die EU engagieren sich gemeinsam für eine multilaterale Antwort auf die Pandemie und einen weltweit fairen, transparenten und bezahlbaren Zugang zu Covid-19-Impfstoffen, Medikamenten und Diagnostik. Diesen Zugang nicht an politische Bedingungen zu knüpfen, steht für einen gemeinsamen, solidarischen Ansatz statt bilateraler Versprechen und Impfstoffnationalismus einiger Staaten. Spenden und finanzielle Unterstützung allein reichen aber nicht aus. Deutschland und die EU setzen sich deswegen auch dafür ein, die Produktion von Impfstoffen insbesondere in Afrika zu fördern. Deutschland will die regionale Gesundheitssicherung nachhaltig gewährleisten und wird den Aufbau von Impfstoffproduktion z.B. in Südafrika und Senegal finanziell unterstützen.

Um die Produktion von Impfstoffen zu erhöhen, wurde auch die COVAX Manufacturing Taskforce gegründet. Deutschland und Südafrika haben den Ko-Vorsitz der Taskforce übernommen. 

Deutschland engagiert sich – weltweit

Nicht nur durch Impfstoffe leistet Deutschland Hilfe. Auch Anfragen nach Beatmungsgeräten, Masken und medizinischer Ausrüstung aus allen Ecken der Welt erreichen Deutschland. Deutschland unterstützt etwa 100 Länder und hat drei große Hilfspakete auf den Weg gebracht – unter anderem wurden knapp 2.000 Beatmungsgeräte gespendet. Deutschland hat weiterhin 450 Millionen Euro für humanitäre Hilfe im Covid-19-Kontext bereitgestellt, um Menschen in humanitären Notlagen zu unterstützen. 

Um aus der Pandemie zu lernen und in Zukunft die globale Pandemie­resilienz zu erhöhen, setzt sich Deutschland außerdem für eine Stärkung der Globalen Gesundheitsarchitektur mit der WHO im Zentrum ein. Auf einer Sondersitzung der WHO Ende November wurde die Etablierung eines internationalen Verhandlungsgremiums beschlossen, das ein neues Abkommen über den Umgang mit Pandemien erarbeiten soll. Zudem sollen die Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV) reformiert werden. 

Weiterführende Links:

ACT-Accelerator

COVAX Facility


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