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Wasserstoffdiplomatie: Deutschland eröffnet Wasserstoffbüro in Nigeria

Solaranlage in Kano, Nigeria

Solaranlage in Kano, Nigeria, © GIZ/Marksmen Consult Ltd

09.11.2021 - Artikel

Wasserstoff spielt eine zentrale Rolle für die deutsche Energiewende. Für die Produzenten fossiler Brennstoffe wie Nigeria birgt der Wandel Risiken und bietet zugleich Chancen. Das Büro in Abuja wird den Aufbau einer deutsch-nigerianischen Wasserstoffkooperation voranbringen.

Um bis 2045 klimaneutral zu werden, benötigt Deutschland große Mengen Wasserstoff. Denn dank Wasserstoff lassen sich auch Industrieproduktion und Schwertransport klimafreundlich betreiben. Daher sieht die im Juni 2020 veröffentliche Nationale Wasserstoffstrategie der Bundesregierung vor, neben der Schaffung eines heimischen Wasserstoffmarktes auch internationale Kooperationen zu fördern.

In diesem Rahmen eröffnet das Auswärtige Amt in strategisch wichtigen Ländern Büros für Wasserstoffaußenpolitik. Die Eröffnung des German-Nigerian Hydrogen Office in Abuja, der Hauptstadt Nigerias, erfolgt mit einem „Power to X-Training“ für nigerianische Entscheidungsträgerinnern und Entscheidungsträgern vom 09. bis 11. November. Dabei geht es um Verfahren zur Umwandlung von Strom in Brenn- und Kraftstoffe z.B. für die Industrie.

Wasserstoffdiplomatie zeigt Chancen der globalen Energiewende auf

Die globale Energiewende geht einher mit geopolitischen Verschiebungen. Künftig werden neben Standortbedingungen auch Wissen und die Verfügbarkeit von Technologie entscheidend sein. Für Exporteure fossiler Brennstoffe wie Nigeria kann die sich abzeichnende Abkehr von fossilen Energieträgern wirtschaftliche und politische Herausforderungen bedeuten. Vor diesem Hintergrund fördert die deutsche Wasserstoffdiplomatie einerseits den Dialog über Auswirkungen des Wandels der globalen Energiewirtschaft hin zu erneuerbaren Energien. Zugleich zeigt sie das Potenzial der Produktion, Nutzung und Export von Wasserstoff auf. Außenminister Maas betonte anlässlich des Berlin Energy Transition Dialogues am 16. März 2021:

Wasserstoff lässt sich fast überall auf der Welt produzieren. Diese Chance zu nutzen und zugleich die Risiken des weltweiten Umbruchs in der Energiepolitik zu minimieren – das ist es, was wir mit unserer Wasserstoff-Außenpolitik erreichen wollen.

Erweiterung der Energiepartnerschaft um Wasserstoff

Das Wasserstoffbüro in Abuja wird Aktivitäten der seit 2008 bestehenden Deutsch-Nigerianischen Energiepartnerschaft erweitern. Es hat zum Ziel, Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, Expertinnen und Experten sowie Unternehmen aus beiden Ländern zu vernetzen sowie Fachberatung zu Chancen und Herausforderungen der Wasserstoffwirtschaft anzubieten. Die Umsetzung erfolgt in Kooperation mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit.

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