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Sicherheit ist Teamwork: Außenminister Wadephul reist zum Treffen der NATO-Außenminister nach Helsingborg und zum GLOBSEC Forum nach Prag
Treffen der NATO-Außenminister nach Helsingborg © TT NYHETSBYRÅN
Am 21.und 22. Mai treffen sich die Außenministerinnen und Außenminister der NATO-Alliierten im schwedischen Helsingborg. Sie bereiten dort den für Juli geplanten NATO-Gipfel in Ankara vor und beraten, wie wir das Verteidigungsbündnis weiter stark und effizient aufstellen.
Dafür sind zum einen umfassende und verlässliche Investitionen in unsere Verteidigung erforderlich, so wie sie im letzten Jahr beschlossen wurden. Denn Russland bedroht weiter unsere Sicherheit. Deutschland hat sich deshalb als einer der ersten dazu bekannt, dass alle NATO-Alliierten 5% ihres BIP für Verteidigung ausgeben. Das gehört zu einer fairen Lastenteilung im Bündnis, und dieser Verantwortung stellt sich Deutschland. Nun geht es darum, diese Investitionen schnell und sinnvoll einzusetzen, um unsere militärischen Fähigkeiten im Bündnis weiterzuentwickeln. Die Außenministerinnen und Außenminister werden deshalb auch über die Förderung der Rüstungsindustrien beraten.
Dazu erklärte Außenminister Wadephul vor seiner Abreise: „Mit den historischen Gipfelbeschlüssen aus Den Haag haben die NATO-Alliierten im vergangenen Jahr das Bekenntnis zum transatlantischen Bündnis kraftvoll erneuert und die Weichen für eine NATO 3.0 gestellt. Genau darauf bauen wir jetzt auf. Deutschland stellt sich dabei seiner Führungsverantwortung. Unser Ziel ist eine neue Lastenverteilung, die Deutschlands und Europas wirtschaftlichem und militärischem Potenzial entspricht.“
Schweden – erst seit März 2024 selbst NATO-Mitglied – richtet zum ersten Mal ein NATO-Außenministertreffen aus. Nach 200 Jahren Bündnisfreiheit ist Schweden der NATO in Reaktion auf die Bedrohung durch Russland beigetreten. Auch Finnland ist seit 2024 NATO-Mitglied, damit besteht das NATO-Bündnis heute aus 32 Staaten und ist größer und stärker als je zuvor.
Die Außenminister werden auch über die weitere Unterstützung der Ukraine sprechen, denn die Ukraine verteidigt auch die Sicherheit der NATO-Alliierten gegen Russland. Gleichzeitig können wir im Bündnis von den Erfahrungen und militärischen Fähigkeiten der Ukraine lernen.
Dazu erklärte Außenminister Wadephul vor seiner Abreise:
Wie wir die Ukraine bei der Verteidigung der Freiheit in Europa weiter kraftvoll unterstützen und wie wir im Gegenzug auch von den beeindruckenden Errungenschaften der ukrainischen Rüstungsindustrie profitieren können, dazu will ich in Schweden konkrete Vorschläge machen.
Auch die Lage im Nahen Osten ist eine Frage unserer Sicherheit. Die Auswirkungen der Lage dort betrifft uns alle. Deutschland steht deshalb gemeinsam mit über 30 weiteren Staaten bereit, sich bei der Sicherung der Straße von Hormus einzubringen.
Direkt im Anschluss geht es weiter nach Prag, denn dort findet das GLOBSEC Forum 2026 statt, eine der wichtigsten Konferenzen zu Sicherheit und Verteidigung in Europa. Hier kommen Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Politik und Wirtschaft mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammen, um zu beraten, wie Europa in einer multipolaren Weltordnung weiter für seine Sicherheit einstehen kann. Es geht darum, die europäische Verteidigungsindustrie zu stärken, kritische Infrastruktur und Technologien besser zu schützen und strategische Abhängigkeiten zu reduzieren. Dies schafft kein Land im Alleingang. Deshalb treffen sich in Prag Vertreterinnen und Vertreter von mehr als 75 Staaten.