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Außenministerin Baerbock reist nach Marokko und Dänemark

Außenministerin Baerbock schüttelt die Hand des marokkanischen Außenministers Bourita

Außenministerin Baerbock mit ihrem marokkanischen Amtskollegen Bourita, © Thomas Trutschel/photothek.de

25.08.2022 - Artikel

Die Vertiefung der bilateralen Zusammenarbeit bildet den Schwerpunkt der Antrittsbesuche der Außenministerin in Marokko und Dänemark.

Neues Kapitel in den bilateralen Beziehungen

Marokko ist für Deutschland und die Europäische Union ein wichtiger Partner und auch eine wichtige Brücke in das arabische Nordafrika sowie in den Süden des afrikanischen Kontinents. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Marokko sind nicht nur zwischen den Regierungen, sondern auch zwischen hunderttausenden Menschen unserer beiden Länder eng.

Nachdem es zuvor fast ein Jahr lang keinen Kontakt von marokkanischer Seite nach Deutschland gegeben hatte, haben Außenministerin Baerbock und ihr marokkanischer Amtskollege Bourita im Februar dieses Jahres in einer Videokonferenz vereinbart, die traditionell tiefen und breiten Beziehungen wieder aufzunehmen und zu vertiefen.

Nun, fünf Monate später reist Außenministerin Baerbock das erste Mal in die Hauptstadt Rabat um dort gemeinsam mit dem marokkanischen Außenminister ein umfassendes Programm für verstärkte Kooperationen auf den Weg zu bringen.

Verstärkte Zusammenarbeit in sechs Bereichen

Eine Auszubildende des Start-Ups Fikralabs erklärt Außenministerin Baerbock das Programmieren
Außenministerin Baerbock besucht das Start-up Fikralabs in Agadir, bei dem Frauen zu Programmiererinnen ausgebildet werden.© Thomas Trutschel/photothek.de

Deutschland und Marokko haben sich auf eine vertiefte Zusammenarbeit auf Augenhöhe und in gegenseitigem Respekt in allen für die bilateralen Beziehungen wichtigen Bereichen geeinigt. Dazu gehören Sicherheitsfragen, Energie- und Klimapolitik, Entwicklungszusammenarbeit sowie Kooperationen im Wirtschaftsbereich und  in der Kultur- und Bildungspolitik. Bei der Bekämpfung der Klimakrise und auch in der Entwicklung von grünem Wasserstoff soll auf bestehenden Kooperationen wie die im Jahr 2020 gegründete „Grüne-Wasserstoff-Allianz“ oder die bereits seit 2012 bestehenden deutsch-marokkanischen Energiepartnerschaft aufgebaut werden.

Begleitet werden soll diese Vielzahl an vereinbarten Kooperationen von einem kontinuierlichen multidimensionalen strategischen Dialog. Alle zwei Jahre werden dafür auch die Außenminister beider Länder zusammenkommen.

Im Anschluss an die Reise nach Marokko geht es weiter in die Hauptstadt Dänemarks, nach Kopenhagen.

Zukunftspartnerschaft mit Dänemark

Außenmisterin Baerbock und ihr dänischer Amtskollege Jeppe Kofod unterzeichen den gemeinsamen Aktionsplan zur künftigen deutsch-dänischen Zusammenarbeit.
Außenmisterin Baerbock und ihr dänischer Amtskollege Jeppe Kofod unterzeichen den gemeinsamen Aktionsplan zur künftigen deutsch-dänischen Zusammenarbeit.© Thomas Trutschel/photothek.de

Ob bei der Nutzung der erneuerbaren Energien, der Digitalisierung oder einem ambitionierten Klimaschutzprogramme Europas – Dänemark ist in vielerlei Hinsicht ein Vorreiter. Der Nord- und Ostseeraum bietet durch einen Ausbau der Offshore Windkraft ein enormes Potential bei der Gewinnung von grünem Strom und grünem Wasserstoff. Dieses Potential gemeinsam zu erschließen ist nicht nur eine der Schwerpunkte der derzeitigen deutschen Ostseeratspräsidentschaft, sondern auch ein Herzstück des ersten deutsch-dänischen Aktionsplans, den die beiden Außenminister in Kopenhagen unterzeichnen werden. Darüber hinaus bauen Deutschland und Dänemark ihre Zusammenarbeit in den Zukunftsfeldern der (Klima-)außenpolitik, der Digitalisierung und dem Gesundheitswesen aus.

Schlüsselland im Sicherheitsraum Ostsee

Mit der Entscheidung, den Vorbehalt gegen die dänische Teilnahme an der Gemeinsamen Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik aufzuheben, hat Dänemark im Juni seine eigene sicherheitspolitische Zeitenwende vollzogen. Dänemark wird damit zu einem Schlüsselland des neuen Sicherheitsraumes Ostsee, der durch die bevorstehenden Beitritte Schwedens und Finnlands zur NATO entsteht. Als Truppensteller bei der NATO Vornepräsenz im Baltikum leistet Dänemark zudem einen wichtigen Beitritt zur Bündnisverteidigung. Die Abstimmung zu diesen Themen wird daher in den Gesprächen mit dem dänischen Außenminister Jeppe Kofod eine wichtige Rolle spielen. 

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