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Gemeinsam für Multilateralismus und Frauenrechte!

International Women's Day - Buenos Aires

Demonstrationen am Weltfrauentag in Buenos Aires 2018, © ZUMA Wire

27.02.2019 - Artikel

Die „Lateinamerika-Karibik-Initiative“ von Außenminister Maas rückt die Region stärker ins Zentrum deutscher Außenpolitik.

Internationale Kooperation und liberale Werte stehen weltweit unter Druck. Diesem Druck eine gemeinsame positive Agenda entgegenzusetzen und für die Einhaltung von Regeln einzutreten ist ein Hauptziel deutscher Außenpolitik. Außenminister Heiko Maas sagte dazu:

Die Frage, welche Zukunft der Multilateralismus und die liberale Weltordnung haben, die wird natürlich nicht allein in Europa entschieden. Vieles wird davon abhängen, ob wir es schaffen, gemeinsame Sache zu machen mit den Partnern weltweit, die unser Interesse und die Überzeugung von der Notwendigkeit liberaler Werte und multilateraler Diplomatie teilen.

In Lateinamerika und der Karibik teilen die meisten Länder unsere Werte und Interessen. Sie sind natürliche Verbündete, um den Multilateralismus zu stärken. Und auch sie müssen sich schwierigen nationalen und internationalen Entwicklungen stellen. Mit der Region verbindet uns nicht nur der Wille, nach den Regeln zu spielen und Probleme gemeinsam zu lösen. Sondern, so Außenminister Maas, auch die Übereinstimmung, dass Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und fairer, freier Handel der einzig richtige Weg sind. Deutschland will diese Staaten stärker ins Zentrum seiner Außenpolitik rücken – auch um nationalistischen Tendenzen gemeinsam die Stirn zu bieten.

Eine neue Lateinamerika- und Karibik-Initiative des Auswärtigen Amtes wird Deutschland und die Region enger verzahnen. Das Ziel: Mehr Kooperation bei Menschenrechten sowie in Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. „Wir wollen gemeinsame Netzwerke ausbauen, voneinander lernen und auf internationaler Bühne für unsere gemeinsamen Werte eintreten“, so Heiko Maas.

Die Region zu Gast in Berlin: „Lateinamerika-Karibik-Konferenz“ am 28.5.

Außenminister Maas wird zusammen mit AmtskollegInnen aus Lateinamerika und der Karibik sowie mit VertreterInnen aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft über unsere Zukunft sprechen:

Welche Herausforderungen sind besonders drängend, wie intensivieren wir unseren Austausch, was können wir gemeinsam am besten erreichen?  Neben öffentlichen Diskussionen und Vorträgen diskutieren die Außenminister auch mit ExpertInnen über Rechtsstaatszusammenarbeit, Klimawandel und Green Economy, Wirtschaft und Wissenschaft. Am 29.5. ist Lateinamerika und die Karibik Partnerregion beim Zukunftsforum zur Digitalen Revolution. Gemeinsam mit internationalen Experten werden die Teilnehmer diskutieren, was die Digitale Revolution für die Außen- und Sicherheitspolitik bedeutet.

Das Frauennetzwerk für Geschlechtergerechtigkeit

In Lateinamerika befinden sich 14 der 25 Länder mit den weltweit höchsten Tötungsraten gegenüber Frauen, täglich sterben 12 Frauen und Mädchen wegen ihres Geschlechts. Gleichzeitig wächst der Widerstand gegen diese Missstände. Gleichberechtigung der Geschlechter wird in der Region zunehmend thematisiert. Hier setzt das Auswärtige Amt an: Deutschland möchte einen Beitrag zur Stärkung der Rolle von Frauen weltweit leisten und wird gemeinsam mit deutschen und lokalen Partnern ein Frauennetzwerk gründen, welches Frauen in Lateinamerika, der Karibik und Deutschland stärken und verbinden soll. Konkret plant das Auswärtige Amt unter anderem einen Preis für besonderes Engagement für Frauenrechte und Demokratie, Präventivmaßnahmen sowie einem intensiven Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu diesem Thema. Die Kriterien für die Preisvergabe und für die Förderung von Projekten werden von den Mitgliedern des Netzwerkes gemeinsam entwickelt.

Staatsministerin Michelle Müntefering sagte dazu:

Wir können es uns im 21. Jahrhundert nicht leisten, über Frieden, Frauen und Sicherheit zu reden, ohne dass Frauen gleichberechtigt am Tisch sitzen. Sie müssen vielmehr Akteure und Gestalterinnen von Friedens- und Sicherheitspolitik sein, - nicht Empfängerinnen politischer Entscheidungen.

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