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Der Schutz der Weltmeere – ein wichtiges Ziel deutscher Klimadiplomatie

Angeschwemmter Plastikmüll am Strand von Phuket in Thailand 

Angeschwemmter Plastikmüll am Strand von Phuket in Thailand , © Zoonar.com/Fokke Baarssen

05.12.2022 - Artikel

Die Weltmeere sind für uns überlebenswichtig: sie regulieren das Weltklima und sichern Ernährung und Einkommen von Milliarden von Menschen. Doch nur ein kleiner Teil der Meere ist rechtlich geschützt. Unsere Diplomatinnen und Diplomaten setzen sich weiter in New York dafür ein, dass sich das ändert.

Unsere Meere sind bedroht – durch Überfischung, Meeresverschmutzung und die Klimakrise. Zwei Drittel der Meere liegen außerhalb der staatlichen Hoheitsgebiete und nur für einen verschwindend geringen Teil gelten besondere Schutzmaßnahmen.

Das Ziel: Ein verbindliches Meeresschutzabkommen

Grüne Meeresschildkröte im Roten Meer bei Ägypten
Grüne Meeresschildkröte im Roten Meer bei Ägypten© Zoonar.com/Alberto Carrera

Deutschland und die EU engagieren sich bei den Vereinten Nationen seit Jahren für den besonderen Schutz und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt der Meere und des Tiefseebodens („Marine Biodiversity Beyond National Jurisdiction“, kurz BBNJ).

Durch ein Meeresschutzabkommen sollen weltweit anerkannte Meeresschutzgebiete eingerichtet und verbindliche Umweltverträglichkeitsprüfungen von menschlichen Aktivitäten auf hoher See etabliert werden. Durch Kapazitätsaufbau und Bereitstellung von Technologien soll es allen Staaten ermöglicht werden, sich am Schutz und der nachhaltigen Nutzung der Biodiversität zu beteiligen.

Ambitionierte Verhandlungsrunde geht in Pause

Vom 15. bis 26. August haben unsere Diplomatinnen und Diplomaten in New York bei der 5. BBNJ-Regierungskonferenz erneut mit Vertreterinnen und Vertretern anderer UN-Mitgliedsstaaten verhandelt. Dabei konnten an vielen Stellen des Vertragsentwurfs große Fortschritte erreicht werden - etwa bei Fragen der Umweltprüfungen, der verstärkten Zusammenarbeit und zum ökosystembasierten Management sowie der Einrichtung von Meeresschutzgebieten auf der Hohen See.

Das ambitionierte Ziel, ein verbindliches, globales Meeresschutzabkommen zu vereinbaren, wollen die Diplomatinnen und Diplomaten möglichst bald verwirklichen: Die 5. BBNJ-Regierungskonferenz wurde nur pausiert und soll Anfang 2023 fortgesetzt werden.

Der Auftakt zu den Verhandlungen wurde bereits vor 5 Jahren gemacht: 2017 setzte die UN-Generalversammlung eine Regierungskonferenz mit dem Auftrag ein, einen rechtsverbindlichen Vertrag als Zusatz zum Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (UNCLOS) zu verhandeln.

Weiterführende Informationen sind hier auf der Webseite der Vereinten Nationen verfügbar.

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