Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts
Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung
Was Krisenprävention, Energieaußenpolitik und Auswärtiger Kultur- und Bildungspolitik gemeinsam? Sie alle sind Teil der Agenda 2030. Was es damit auf sich hat und welche Rolle das Auswärtige Amt dabei spielt, erfahren Sie hier.
Globaler Konsens und handlungsleitende Prinzipien
Wie können wir sicherstellen, dass auch zukünftige Generationen noch genügend Ressourcen für ein Leben in Würde haben? 2015 haben die UN-Mitgliedsstaaten in New York einen gemeinsamen Fahrplan beschlossen, der die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Voraussetzungen dafür enthält: die Agenda 2030 mit 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung. Besser bekannt sind diese Ziele als Sustainable Development Goals (SDGs). Die SDGs reichen von der Beseitigung von Armut und Hunger über hochwertige Bildung und reduzierte Ungleichheit bis hin zu guter Regierungsführung und Klimaschutz. Die Ziele sind untrennbar miteinander verbunden und hängen voneinander ab.
Was hat das Auswärtige Amt damit zu tun?
Sicherheit, Freiheit und Wohlstand sind Grundvoraussetzungen, damit unsere Kinder und Enkelkinder in Würde leben können. Die Arbeit des Auswärtigen Amts umfasst eine breite Palette von Themen: Frieden, Sicherheit, Krisenprävention und humanitäre Hilfe, Energieaußenpolitik, humanitäre Hilfe, Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik. Im Kern geht es dabei immer darum, Sicherheit, Freiheit und Wohlstand zu sichern – für uns in Deutschland aber auch für die Menschen in der Welt.
So unterstützen Deutschland die Ukraine, etwa in den Bereichen Sicherheitssektor, Rechtsstaatlichkeit sowie der Integration von Veteranen und Binnenvertriebenen. Ebenso unterstützt das Auswärtige Amt im Nahen Osten, insbesondere in Libanon und Syrien, sowie den Friedensprozess in Kolumbien. In Westafrika und dem Nahen Osten arbeitet das Auswärtige Amt an der Prävention von religiösem Extremismus. In den Westbalkanstaaten, der Karibik und in Zentralamerika wurden regionale Pläne entwickelt, um den politischen Dialog zu fördern und gegen Desinformation vorzugehen. Auch in Westafrika und Zentralasien unterstützt das Auswärtige Amt Projekte, die helfen, den Handel mit Kleinwaffen und Munition zu kontrollieren. Als größter Geber für Peacebuilding in den Vereinten Nationen setzt Deutschland sich auch auf multilateraler Ebene entschieden dafür ein, Konflikte zu beenden und Frieden zu sichern. In diesem Zuge kandidiert Deutschland wieder für einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat für 2027-28.
Partnerschaften
Die Nachhaltigkeitsziele gelten gleichermaßen für Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer. Alle Länder definieren ihren nationalen Beitrag entsprechend ihrer Ressourcen und ihres Ambitionsniveaus. Alle Staaten arbeiten gleichberechtigt darauf hin, die gemeinsamen SDGs zu erreichen. An der Umsetzung der Ziele sind alle Bereiche der Politik sowie Akteure der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft und der Wissenschaft beteiligt. Dieser Multi-Akteurs-Ansatz drückt die Überzeugung der internationalen Gemeinschaft aus, dass sich die globalen Herausforderungen nur gemeinsam nachhaltig lösen lassen.
Nationale und internationale Umsetzung: Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie und das Hochrangige Politische Forum der Vereinten Nationen
Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie ist der Rahmenplan der Bundesregierung zur Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer Nachhaltigkeitsziele. Die Nachhaltigkeitsstrategie enthält für alle 17 SDGs messbare nationale und internationale Indikatoren, die alle zwei Jahre erfasst werden. Darin formuliert die Bundesregierung ihre Prioritäten bei der Umsetzung der Agenda 2030 auf nationaler und internationaler Ebene und stellt dar, was sie unternimmt, um die Ziele zu erreichen. Die Bundesregierung aktualisiert die DNS regelmäßig und entwickelt sie weiter, so zuletzt im Januar 2025.
Auf internationaler Ebene werden die Fortschritte jährlich beim Hochrangigen Politischen Forum der Vereinten Nationen in New York (High Level Political Forum, HLPF) überprüft. Hier berichten die Staaten über ihren aktuellen Stand bei der Verwirklichung der SDGs. Deutschland präsentierte dort 2016, 2021 und 2025 seinen nationalen Umsetzungsbericht (Voluntary National Review, VNR).
Alle vier Jahre treffen sich die Staats- und Regierungschefs in der UN-Generalversammlung zum sogenannten „SDG-Gipfel“. UN-Generalsekretär António Guterres rief bei der ersten Sitzung 2019 zu einem Jahrzehnt der Umsetzung, einer sog. „decade of delivery and action“ auf. Die Staats- und Regierungschefs verabschiedeten in ihrer Gipfelerklärung „Gearing up for a Decade of Action and Delivery for Sustainable Development: Political Declaration of the SDG Summit“ wichtige Anknüpfungspunkte für die künftigen Arbeiten.
Fit für ein besseres Morgen: Der Zukunftspakt der Vereinten Nationen
„Multilaterale Lösungen für ein besseres Morgen,“ so lautete das Leitmotiv zum UN-Zukunftsgipfel (Summit of the Future), welcher im Rahmen der 79. UN-Generalversammlung am 22. und 23. September 2024 in New York stattfand. Während des Gipfels einigten sich die Staats- und Regierungschefs auf einen Zukunftspakt (Pact for the Future), in dem sich Staatengemeinschaft einen gemeinsamen Leitfaden gegeben hat, die Agenda 2030 schnell umzusetzen und wichtige Zukunftsthemen zu regeln, die unser aller Leben betreffen: Wie gehen wir mit neuen Technologien, künstlicher Intelligenz und neuen Waffensystemen um? Und wie funktioniert Kooperation im digitalen Raum? Ein weiterer zentraler Aspekt des Pakts ist die Frage der Gerechtigkeit zwischen den Generationen. Auch die Frage, wie das UN-System und insbesondere der UN-Sicherheitsrat reformiert werden können, ist Bestandteil des Zukunftspakts. Deutschland hat gemeinsam mit Namibia ganz wesentlich die Verhandlungen zu dem Pakt gestaltet.
Zum Weiterlesen
Ergebnisdokument des Gipfeltreffens der UN zur Verabschiedung der Agenda 2030
Nachhaltigkeitsbericht des Auswärtigen Amts 2024
Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie
Informationen des BMZ zur Agenda 2030 und den SDGs
Informationen zum Zukunftspakt der Vereinten Nationen
Etwas detaillierter steht das im Nachhaltigkeitsbericht „Diplomatie für Nachhaltigkeit“ zusammengefasst. Nachhaltigkeitsbericht2024