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Zusammenarbeit mit den Zivilgesellschaften in Afrika, Nah- und Mittelost (ZANMO)

21.08.2026 - Artikel

Das Programm „Zusammenarbeit mit den Zivilgesellschaften in Afrika, Nah- und Mittelost (ZANMO)“ ist ein zentrales Instrument des Auswärtigen Amts im Bereich der Auswärtigen Kultur- und Gesellschaftspolitik zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit und Teilhabe von Zivilgesellschaften in den Regionen.

Durch die geförderten Projekte sollen Räume für Dialog und Begegnung erhalten bzw. geschaffen werden. Unterstützt werden zivilgesellschaftliche Partner, die sich für die Lösung gesellschaftlicher Konflikte, für Pluralismus, Freiheit von Bildung, Wissenschaft und Medien sowie im Kampf gegen Desinformation engagieren. In Zeiten zunehmender internationaler Systemkonkurrenz bieten wir den Zivilgesellschaften verlässliche Partnerschaften, halten Gesprächskanäle offen und stärken gesellschaftliche Entscheidungsträger und Mitwirkende künftiger Generationen.

Inhaltlich können Projekte die gesamte Bandbreite politischer, medien-politischer und sozio-ökonomischer Vorhaben im Rahmen der Auswärtigen Kultur- und Gesellschaftspolitik umfassen. Geförderte Vorhaben sollen insbesondere den Kapazitätsaufbau zivilgesellschaftlicher Akteure sowie deren Vernetzung untereinander und die Stärkung von Informations-, Meinungs- und Medienvielfalt zum Ziel haben. Weitere Schwerpunkte bilden die Förderung von identitätsstiftenden Elementen, Wertedialog sowie freier Bildung und Wissenschaft. Zudem sollen geförderte Projekte die Beteiligung von jungen Menschen, Frauen und benachteiligten Bevölkerungsgruppen ausbauen.

Antrags- und zuwendungsberechtigt sind zivilgesellschaftliche Nichtregierungsorganisationen und unabhängige Institutionen von Medien- und Kulturschaffenden in den Zielländern sowie in Deutschland. Die Antragstellung kann nur durch juristische Personen erfolgen; eine Antragstellung durch Einzelpersonen (natürliche Personen) ist ausgeschlossen.

Projektbeispiele

  1. Die Aufarbeitung nach dem Bürgerkrieg und dem Sturz des Assad-Regimes und der Wiederaufbau und die Entwicklung Syriens sind wichtige Ziele der Bundesregierung und wurden im Rahmen des deutsch-syrischen Aktionsplans vereinbart. Mit Mitteln des ZANMO-Programms fördert das Auswärtige Amt beispielsweise die Entwicklung eines modernen Medienstudiengangs an der Universität Damaskus zur nachhaltigen Stärkung freier unabhängiger Mediennutzung und Mediengestaltung sowie zur Unterstützung beim Wiederausbau des Hochschulsektors und Bildungsangebots.
  2. Die Zivilgesellschaft in der Sahel-Region steht anhaltend unter Druck, unter anderem durch autoritäre politische Tendenzen und terroristische Bedrohungen. Zugleich fehlt es an Weiterbildungsangeboten zu Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung, aber auch an Dialogforen über deren gesellschaftliche, politische und mediale Folgen. Mit Workshops und Vernetzungsveranstaltungen unterstützte das Projekt „Digitaler Sahel“ zivilgesellschaftliche Akteure in sechs Ländern der Region dabei, ihre Ideen für digitale Projekte mit gesellschaftlicher Wirkung zu entwickeln und umzusetzen, zum Beispiel in den Bereichen Kultur, Ökologie und Gleichberechtigung von Frauen und marginalisierten Gruppen.

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