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Deutschland und Zypern: Bilaterale Beziehungen

07.04.2022 - Artikel

Zwischen der Republik Zypern und Deutschland besteht eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Deutschland unterhält enge Kulturbeziehungen zu beiden Bevölkerungsgruppen der Insel, wie auch zur autochthonen maronitischen Gemeinde. Wichtigster Träger der bilateralen Kulturbeziehungen ist das Goethe-Institut in Nikosia. Darüber hinaus gibt es den Deutsch-Zyprischen Kulturverein sowie einen Deutsch-Türkischzyprischen Kulturverein. Weitere deutsch-zyprische Vereinigungen (wie Ehemaligenvereine) bereichern das deutsche kulturelle Angebot auf der Insel. Das Auswärtige Amt finanziert seit 2017 das sogenannte „Imagine“-Projekt, das sich für Vertrauensbildung und Versöhnungsarbeit zwischen den beiden zyprischen Volksgruppen einsetzt.  Das Projekt hat bisher über 600 Lehrkräfte und etwa 5000 Schüler beider Gemeinschaften zusammengebracht. Im Mai 2021 wurde „Imagine“ mit dem „GENE Global Education Award 2020/2021“ ausgezeichnet.

Neben den staatlichen Universitäten (University of Cyprus , UCY) in Nikosia und Technische Universität Zypern (CUT) in Limassol) beteiligen sich private Studieneinrichtungen an Austauschprogrammen mit deutschen und europäischen Universitäten. Die bilaterale Wissenschaftskooperation intensiviert sich - u.a. bestehen Forschungskooperationen zwischen dem Max-Planck-Institut und dem Cyprus Institute, deutsche Forscher sind am angesehenen Genetik-Institut in Nikosia tätig. Darüber hinaus bilden die Förderung von Deutsch als Fremdsprache sowie die Werbung für den Studienstandort Deutschland Schwerpunkte der bilateralen Bildungszusammenarbeit.

Im für Zypern bedeutenden Tourismus spielt Deutschland mit etwa 5% aller Touristen nur eine untergeordnete Rolle (nach Großbritannien, Russland, Israel und anderen). Zypern unterhält die zehntgrößte Schiffsflotte weltweit und ist ein weltweites Zentrum für Schiffsmanagement. Der Anteil deutscher Reeder in diesem Wirtschaftszweig ist mit ca. 50% sehr hoch. Das deutsch-zyprische Handelsvolumen belief sich 2021 auf ca. 845 Millionen Euro. Die deutschen Exporte nach Zypern beliefen sich auf 670 Millionen Euro, deutsche Importe aus Zypern betrugen 175 Millionen Euro.

Die Bundesrepublik Deutschland pflegt keine offiziellen Beziehungen zu der nur von der Türkei anerkannten sogenannten „Türkischen Republik Nordzypern“, hält jedoch vielfältige Kontakte zu Vertretern der türkisch-zyprischen Volksgruppe.

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