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Deutschland und Usbekistan: bilaterale Beziehungen Usbekistan

02.10.2019 - Artikel

Deutschland und Usbekistan pflegen seit 1992 diplomatische Beziehungen. Deutschland unterhält eine Botschaft in Taschkent. Es existieren regelmäßiger Konsultationsformate zur politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Usbekistan. Die Kooperation wurde nach wechselseitigen Besuchen der Staatsoberhäupter im Jahr 2019 ausgeweitet. So wurde eine Innovationspartnerschaft begründet; Deutschland unterstützt die politischen Bemühungen zur Liberalisierung der Wirtschaft durch Beratungsleistungen.

Deutschland ist ein zunehmend wichtiger Handelspartnern des Landes. Das bilaterale Handelsvolumen entwickelte sich zuletzt dynamisch und betrug im Jahr 2018 ca. 661 Mio. Euro. Namhafte deutsche Investoren in Usbekistan sind u.a. MAN, Knauf, Gühring und Claas.

Die deutsch-usbekische Entwicklungszusammenarbeit wurde im Jahr 2019 substanziell ausgeweitet. Schwerpunkte sind das Gesundheitswesen und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung – insbesondere in der Aralsee-Region in der autonomen Republik Karakalpakistan und auch in Zusammenarbeit mit Afghanistan. Usbekistan nimmt zugleich an länderübergreifenden Regionalvorhaben der deutschen Entwicklungszusammenarbeit teil, beispielsweise zur Förderung der Rechtsstaatlichkeit in Zentralasien.

Maßgeblich für die kulturelle Zusammenarbeit ist das 1993 unterzeichnete Kulturabkommen (in Kraft seit 2002). Als Mittler der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik sind in Usbekistan das Goethe-Institut, der Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD, drei Lektoren), der Deutsche Volkshochschulverband (DVV international) und die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (u.a. eine Fachberaterin für Deutsch als Fremdsprache) tätig. Dem weltweiten Netzwerk deutscher Partnerschulen PASCH-net.de („Schulen: Partner der Zukunft“) gehören auch sieben usbekische Schulen an. Der DAAD ermöglicht jährlich etwa 150 usbekischen Studierenden einen Studienaufenthalt in Deutschland. Bei der kultur- und bildungspolitischen Zusammenarbeit nimmt Deutschland im Vergleich zu den übrigen europäischen Staaten eine hervorgehobene Position ein; Deutsch ist nach Russisch und Englisch drittwichtigste Fremdsprache.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.


Weitere Informationen

Chor-Minor-Madrasa in Buxoro
Chor-Minor-Madrasa in Buxoro© picture alliance/prisma

Deutsche Botschaft Taschkent

Usbekistan ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.
Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf die beiden Schwerpunkte Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Gesundheit. Zudem ist Usbekistan in Regionalvorhaben eingebunden, die regionale Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem Gebiet, in der Berufsbildung, im Mikrofinanzsektor und im Umweltbereich stärken und damit auch Krisen gezielt vorbeugen.
Mehr dazu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

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